Themenüberblick

Die TV-Debatten vor der Wahl

Seit 29. August laufen die TV-Konfrontationen im ORF. Den Auftakt markierten die Duelle von Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Eva Glawischnig (Grüne) sowie Josef Bucher (BZÖ) und Frank Stronach (TS). Hier finden sich die Duelle zum Nachlesen und -sehen.

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Strache - Glawischnig mit harten Sagern

Mit harten wechselseitigen Angriffen ab dem ersten Moment hat das erste TV-Duell zur Nationalratswahl zwischen Glawischnig und Strache begonnen. Die Themen waren klar verteilt: Glawischnig wetterte gegen Korruption - und sah Straches FPÖ tief darin verwickelt. Der beschwerte sich über die „Untergriffe“ und setzte wenig überraschend auf fremdenpolitische Themen. Einig waren sie sich nur in vorsichtigen Argumenten, als das Thema Korruption weg von den „großen Fischen“ hin zu Pfuschern und anderen „kleinen Leuten“ ging. Auch im Hinblick auf mögliche Koalitionsvarianten nach der Wahl waren die Aussagen bei beiden zögerlich.

Mehr dazu in Harte Bandagen bei erstem TV-Duell

Stronach greift Bucher frontal an

Geprägt von einem unerwartet defensiven BZÖ-Chef Bucher und dem unorthodoxen Diskussionsstil von Stronach ging das zweite TV-Duell über die Bühne. Stronach griff Bucher direkt an, er sei ein „ganz netter Bursch“, aber sein Lebenslauf qualifiziere ihn nicht für höhere Weihen. Bucher konterte, er sei nicht käuflich gewesen und habe Charakter bewiesen, indem er das Angebot Stronachs für einen Parteiwechsel ausschlug. Die Konfrontation gestaltete sich zunehmend schwierig, denn Antworten auf konkrete Fragen verweigerte Stronach großteils.

Mehr dazu in Persönliche Angriffe prägen Gespräch

Spindelegger, Stronach und das „Politsystem“

Wer kann besser die Wirtschaft beleben, ja „entfesseln“ - diese Frage stand beim TV-Duell zwischen dem ÖVP-Spitzenkandidaten Vizekanzler Michael Spindelegger und Stronach ganz klar im Mittelpunkt. Stronach warf seinem Gegenüber dabei wiederholt vor, Vertreter eines intransparenten, korrupten Politsystems zu sein und für den rasanten Anstieg des Schuldenbergs und eine Bürokratielastigkeit mitverantwortlich zu sein. Spindeleggers Botschaft wiederum war, Stronach sei zwar ein erfolgreicher Manager, aber als Politiker ungeeignet.

Mehr dazu in Zweikampf um Wirtschaftskompetenz

Faymann streitet mit Bucher über Hypo

Um einiges emotionaler als vorab erwartet ging die ORF-Wahlkonfrontation zwischen Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann und BZÖ-Obmann Bucher über die Bühne. Die Spitzenkandidaten schenkten einander nichts, als es um die Kärntner Hypo Alpe-Adria, die Arbeitslosigkeit und die Griechenland-Hilfe ging. Doch auch bei den grundlegenden Themen Pensionen und Steuern offenbarten sich völlig unterschiedliche Standpunkte.

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Spindelegger und Bucher rittern um Mittelstand

Zu einem Rittern um den Mittelstand entwickelte sich die TV-Konfrontation von ÖVP-Chef Spindelegger und Bucher. Der BZÖ-Chef warf der ÖVP vor, kleine Wirtschaftstreibende zu vernachlässigen und nur noch Banken und Konzerne zu vertreten. Dem widersprach der ÖVP-Chef, der erneut seinen Pakt zwischen Unternehmern, Arbeitnehmern und Politik für die Ankurbelung der Wirtschaft vorschlug. Die Einladung von Bucher zu einer gemeinsamen Allianz gegen angebliche rot-grüne Steuerbelastungspläne wollte Spindelegger nicht annehmen. Überhaupt hatten die beiden Kontrahenten vor allem Sticheleien füreinander übrig.

Mehr dazu in Heftiges Rittern um den Mittelstand

Stronach, Faymann und „die Arbeiter“

Österreich ein Land der Funktionäre - ja oder nein? Diese Frage dominierte die TV-Konfrontation zwischen Faymann und Stronach. Auch das Thema Todesstrafe, über das Stronach zuletzt laut nachgedacht hatte, kam zur Sprache. Beim beherrschenden Thema „Funktionäre“ warf Stronach der SPÖ und Faymann mehrfach vor, „die Arbeiter verraten“ zu haben. Faymann pochte seinerseits darauf, dass die Bundesregierung das Land viel besser durch die Krise geführt habe als andere Regierungen. An Stronachs Adresse: „Wollen sie hie und da vorbeikommen und unser Land schlechtreden?“

Mehr dazu in Schlagabtauch um „Funktionäre“

Viel Harmonie zwischen Glawischnig und Faymann

Zwischen Glawischnig und Faymann zeichneten sich bei der TV-Konfrontation viele Gemeinsamkeiten ab. Beide wollen Schwarz-Blau verhindern - wenn möglich wohl durchaus auch gemeinsam. Es gibt wenige Streitpunkte, die vor einer Zusammenarbeit geklärt werden müssten wie das Ein- und vor allem Absetzen von Untersuchungsausschüssen. Für die Grünen muss vor Koalitionsverhandlungen in Sachen Korruption „der Tisch sauber“ sein. Faymann will vor allem keine „politische Inquisition“.

Mehr dazu in Sanfte Töne dominieren TV-Duell

Spindelegger und Strache prallen aufeinander

Wenig gegenseitige Wertschätzung brachten einander FPÖ-Chef Strache und ÖVP-Chef Spindelegger beim ORF-TV-Duell entgegen. Einen „Selbstfesselungskünstler an die SPÖ“ nannte der eine den anderen, dieser wiederum gab "Querulant“ zurück. Insbesondere bei Europa- und Ausländerfragen zeigten sich deutliche Differenzen zwischen den beiden Spitzenkandidaten. Das Thema Pensionen war eines der wenigen, wo man einander näherkam. Klare Worte fand Spindelegger zu einem möglichen Wahlausgang: „Wenn ich Dritter werde, werde ich sofort zurücktreten.“

Mehr dazu in Spitze Pointen zu Europafragen

Strache und Stronach überraschend einig

Zweieinhalb Wochen vor der Nationalratswahl traf FPÖ-Chef Heinz Christian Strache in der ORF-TV-Konfrontation auf Frank Stronach. Auch wenn sich vor allem Strache immer wieder bemühte, auf Unterschiede zwischen den beiden Parteien hinzuweisen, erwiesen sich die Positionen zu den besprochenen Themen als überraschend ähnlich. Weder in EU-Angelegenheiten noch bei der Frage von Privatisierungen, bei höheren Strafen für Sexualstraftäter oder in Sachen Gesundheitspolitik taten sich Gräben auf. In Sachen Zuwanderung gab sich Stronach milder als Strache - habe er doch selbst „Glück gehabt, dass der Herr Strache nicht Innenminister in Kanada war“.

Mehr dazu in Kaum Streitpunkte bei Wahlkampfthemen

Glawischnig und Bucher ohne Berührungspunkte

Wenig inhaltliche Übereinstimmungen waren bei der zehnten ORF-TV-Wahlkonfrontation zwischen Grünen-Chefin Eva Glawischnig und BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher zu spüren: Trotz vieler kleiner Spitzen für das Gegenüber verlief das Gespräch sachlich und nahezu amikal. Dominiert wurde die Diskussion von Wirtschaftsagenden, allen voran Steuer- und Beschäftigungspolitik, und Familienpolitik - jenes Thema, das die beiden Spitzenkandidaten kurz zu einem emotionalen Streitgespräch verleitete. Glawischnig machte zudem deutlich, dass das BZÖ für die Grünen nicht als Koalitionspartner in Frage kommt.

Mehr dazu in Koalition mit BZÖ „ausgeschlossen“

Glawischnig und Spindelegger streiten über den Stil

Korruption, Schule und Lebensmittelsicherheit. Das waren die Schwerpunkte beim TV-Duell zwischen den Spitzenkandidaten der ÖVP und den Grünen, Michael Spindelegger und Eva Glawischnig. Deutlich wurden dabei teils tiefgreifende Meinungsunterschiede - Stichwort Ganztagsschule, Studiengebühren und weniger Fleischkonsum. Die Vorwürfe reichten von Bevormundungspolitik bis zu Gesetzeskauf. Die Frage, ob eine schwarz-grüne Koalition dennoch denkbar wäre, wurde von beiden Seiten zwar nicht verneint, erste Voraussetzung dafür sei allerdings eine Änderung des Stils.

Mehr dazu in „Zwang“ versus „Angebot“

Faymann im lautstarken Duell mit Strache

Im zwölften von 15 TV-Duellen zur Nationalratswahl sind Bundeskanzler und SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aufeinandergetroffen. Die Konfrontation war über weite Strecken vom Thema „soziale Gerechtigkeit“ und relativ harten Bandagen geprägt. In der Diskussion über Pensionen, Euro und Steuern fielen einander Faymann und Strache mehrfach - auch lautstark - ins Wort. Faymann warf Strache vor zu „hetzen“, der FPÖ-Chef konterte mit dem Vorwurf des Versagens der SPÖ auf mehreren Linien.

Mehr dazu in Vorwürfe von „Hetze“ und Versagen

Strache und Bucher suchen nach Streitpunkten

„Wir sollten ein bisschen zu streiten anfangen, sonst wird das nicht lustig“. Mit diesem Sager brachte BZÖ-Chef Josef Bucher beim TV-Duell jene Stimmung auf den Punkt, die den Großteil des TV-Duells mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dominiert hat. Einig waren sich die einstigen Parteikollegen nicht nur bei Themen wie Hypo, Verwaltungsreform, Budget und EU, auch bei der Frage, wie mit dem Haider-Erbe umgegangen werden soll, ähnelten sich die Töne. Selbst als Strache dem BZÖ das bevorstehende Ende seiner Nationalratsära prophezeite, blieb die Stimmung weiter entspannt, wobei Bucher hier sogar ein gutes Omen für den bevorstehenden Wahlgang ortete.

Mehr dazu in Hypo von Haider erpresst? „Gibt es nicht“

Kaum Gemeinsames bei Glawischnig und Stronach

In einer thematisch recht zerfahrenen TV-Konfrontation sind Grünen-Chefin Eva Glawisching und Frank Stronach vom Team Stronach kaum auf Gemeinsamkeiten gestoßen. Glawischnig forcierte das Thema Korruption und warf auch Stronach - etwa mit dem Schlosskauf am Wörther See und der Finanzierung seiner Partei - unsaubere Machenschaften vor. Der Austrokanadier wiederum meinte, die Grünen-Chefin sei unehrlich, und kritisierte die grüne Zustimmung zum Eurorettungsschirm (ESM). In der Konfrontation, die sehr an ein Generationenduell erinnerte, waren dem Milliardär bei etlichen Themen erneut keine konkreten Aussagen zu entlocken.

Mehr dazu in Korruption im Mittelpunkt

Lebhafte Debatte der Kleinparteien

Die Spitzenkandidaten von KPÖ, NEOS und Piratenpartei, Mirko Messner, Matthias Strolz und Mario Wieser, präsentierten in einer Diskussionsrunde in ORF2 ihre politischen Ziele. Dabei wurden teils tiefe Gräben sichtbar - insbesondere bei der Wirtschaftspolitik. NEOS-Chef Strolz machte sich vor allem für Jungunternehmer und eine weitgehende Autonomie der Schulen stark. KPÖ-Spitzenkandidat Messner diagnostizierte einen „gigantischen Umverteilungsprozess von unten nach oben“, der gestoppt werden müsse - etwa durch erschwingliche Mieten und einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro. Piraten-Kandidat Wieser warb insbesondere für kompromisslose Transparenz. Bei ihren Wahlchancen changierte das Trio von überzeugt bis nüchtern.

Mehr dazu in Zu viel vs. zu wenig Sozialstaat

Harter Schlagabtausch Faymann - Spindelegger

Ein lautstarkes Streitgespräch zwischen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und seinem ÖVP-Herausforderer Michael Spindelegger bildete das Finale der ORF-Duelle. Faymann und Spindelegger zeigten sich beide ungewöhnlich angriffslustig. Der emotionale Schlagabtausch zu den Themen Steuer- und Arbeitsmarktpolitik sowie Pensionen offenbarte einmal mehr die ideologischen Bruchlinien der beiden Parteien. Auch wenn auf Du-Ebene diskutiert wurde, war das Duell voll persönlicher Attacken.

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Schlagfertiges Oppositionstrio mit vielen Pointen

Eine Elefantenrunde als finaler Höhepunkt der ORF-Konfrontationen sollte es werden - nach den Absagen von Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) sowie von Frank Stronach (TS) geriet sie zur „Runde der Oppositionsparteien“. Und wie fast zu erwarten war, ließen die Anwesenden die Möglichkeit nicht aus, einander in puncto Kritik an den Regierungsparteien gegenseitig zu übertreffen. Doch im weiteren Verlauf wurde die Stimmung des Trios durchaus launig, auch wenn sich in der überdurchschnittlich flotten Diskussion erneut teils tiefe Gräben auftaten.

Mehr dazu in Launige Diskussion unter Oppositionellen

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