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Das lange Warten auf den Oscar

Leonardo DiCaprio (41, „The Revenant - Der Rückkehrer“) ist klarer Favorit für den Oscar als bester Hauptdarsteller. Seit 1994 war er fünfmal nominiert, gewann aber noch nie einen Oscar - jetzt kommt seine sechste Chance. Viele Stars mussten lange warten, manche gingen ewig leer aus, andere räumten kräftig ab.

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Martin Scorsese (73) wurde lange auf die Geduldsprobe gestellt. Nach seiner ersten Oscar-Nominierung als Regisseur (1981, „Wie ein wilder Stier“) war er noch siebenmal nominiert (darunter auch als Autor), ehe er 2007 für den Mafia-Thriller „Departed - Unter Feinden“ (mit DiCaprio) seinen ersten Oscar in Empfang nehmen konnte.

Al Pacino (75) schaffte es erst im achten Anlauf mit „Der Duft der Frauen“ (1993) - 20 Jahre nach seiner ersten Nominierung für „Der Pate“ (1973). Noch länger musste der US-Komponist Randy Newman (72) auf Gold warten. Erst seine 16. Nominierung (2002 für den Song „If I Didn’t Have You“ aus dem Film „Die Monster AG“) brachte die erste Trophäe.

Ewige Verlierer

Sie zählen zu Hollywoods größten Stars, doch einen Oscar haben sie nie gewonnen. Fünfmal war Alfred Hitchcock (1899 bis 1980) für einen Regie-Oscar nominiert und ging immer leer aus. Als Trostpflaster gab es 1968 einen Ehren-Oscar. Auch Orson Welles (1915 bis 1985) bekam keinen Regie-Oscar, konnte sich aber mit einer Trophäe für das beste Drehbuch ("Citizen Kane, 1942) trösten.

Genies wie Stanley Kubrick (1928 bis 1999), Robert Altman (1925 bis 2006) und George Lucas (71) holten trotz Mehrfachnominierungen nie den Regiepreis. Der legendäre „Lawrence von Arabien“-Star Peter O’Toole (1932 bis 2013) wurde achtmal nominiert, aber nie gewählt. Schauspielerin Glenn Close (68) konnte sechsmal hoffen und wurde bis jetzt immer enttäuscht. Den Rekord für die meisten Nominierungen ohne einen einzigen Gewinn hält der US-Tontechniker Kevin O’Connell (58). Seit 1982 wurde er 20-mal nominiert, unter anderem für den Sound von „Top Gun“ und „Spider-Man“.

Die meisten Nominierungen

Der amerikanische Komponist John Williams (84) holte in diesem Jahr mit der Musikuntermalung von „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ seine 50. Oscar-Nominierung. Williams ist damit der lebende Mensch mit den meisten Oscar-Nominierungen. Fünfmal gewann er die Goldfigur: für „Der weiße Hai“, „E.T. - Der Außerirdische“, „Schindlers Liste“, „Anatevka“ und 1978 für den ersten „Star Wars“-Soundtrack. Den Rekord für die meisten Nominierungen hält die Trickfilmlegende Walt Disney (1901 bis 1966) mit 59 Oscar-Chancen. Er gewann 22 Trophäen.

Rekordhalterin Meryl Streep

Meryl Streep (66) hält mit 19 Oscar-Nominierungen - 15 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ und vier in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ - den Rekord als meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten. Gewonnen hat sie den Oscar bisher dreimal: als Nebendarstellerin 1980 für „Kramer gegen Kramer“ und als Hauptdarstellerin 1983 für „Sophies Entscheidung“ sowie 2012 für „Die Eiserne Lady“.

Verstorbene Filmgrößen wie Edward G. Robinson („Frau ohne Gewissen“), Peter Lorre („Die Spur des Falken“), Alan Rickman („Sinn und Sinnlichkeit“) und Marilyn Monroe („Manche mögen’s heiß“) waren hingegen nie für einen Oscar nominiert. Auch Donald Sutherland (80, „Wenn die Gondeln Trauer tragen“), Mia Farrow (71, „Der große Gatsby“), Richard Gere (66, „Ein Offizier und Gentleman“) und Scarlett Johansson (31, „Lost in Translation“) gingen bisher leer aus.

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