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„Konfliktbedingte Probleme“

Der Wassermangel in der libyschen Hauptstadt Tripolis und ihrer Umgebung ist nach Einschätzung von UNO-Experten „ernst, aber nicht kritisch“. Die UNO-Hilfsorganisation UNICEF werde in den nächsten Tagen elf Millionen Liter Trinkwasser ins Land bringen, um es unter der Bevölkerung verteilen zu lassen, sagte der UNO-Koordinator für die humanitäre Hilfe in Libyen, Panos Moumtzis.

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„Das ist eine Soforthilfemaßnahme, sie reicht, um den Bedarf für acht Wochen zu decken“, so Moumtzis am Freitag gegenüber der Presse in Tripolis.

Auch Treibstoff und Medikamente fehlen

Die neue Führung der Rebellen in Libyen kämpft noch mit Problemen bei der Normalisierung des Alltags. Wie Moumtzis weiter ausführte, sehen die UNO und die mit ihr kooperierenden regierungsunabhängigen Organisationen vor allem bei der Behebung des Wasser-, Medikamenten- und Treibstoffmangels raschen Bedarf für internationale Hilfe.

Zu diesem Zwecke habe man in den letzten Tagen in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Übergangsrat, der Zivilregierung der Rebellen, einen Aktionsplan für die nächsten 30 Tage ausgearbeitet, sagte Moumtzis. Bereits in den nächsten Tagen sollen 250 Tonnen Treibstoff in Libyen eintreffen und Medikamente im Wert von 100 Millionen Euro angeschafft werden.

Gigantisches Leitungssystem gesperrt

Den Wassermangel führte der UNO-Koordinator auf konfliktbedingte Probleme mit dem Großen Künstlichen Fluss zurück, ein gigantisches Leitungssystem, das die libyschen Küstenstädte mit Grundwasser aus den 600 Kilometer entfernten Speichergesteinen der Sahara versorgt. Die dort angelegten 580 Brunnen seien gesperrt worden, würden aber nun von libyschen Ingenieuren nach und nach wieder in Gang gesetzt, sagte Moumtzis. Die Behebung des Mangels könne noch ein bis zwei Wochen dauern, fügte er hinzu.

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