„Ära Gaddafi ist zu Ende“
Vertreter des Nationalen Übergangsrats der libyschen Rebellen haben sich auf den Weg in die Hauptstadt Tripolis gemacht. Die Gruppe bestehe zum Großteil aus Mitgliedern des Übergangsrates, die aus Tripolis stammten, sagte ein Rebellenvertreter. Der Nationale Übergangsrat ist die politische Vertretung der Rebellen.
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Er wurde offiziell am 27. Februar in Bengasi gegründet, wenige Tage nach Beginn des Aufstands gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Chef ist Mustafa Abdel Dschalil, ein früherer Justizminister Gaddafis. Der diplomatische Vertreter der Rebellen in London, Mahmud Nakua, sagte vor Journalisten, der Nationale Übergangsrat werde „bald“ eine Übergangsregierung einberufen. Damit werde es nach einem möglichen Sturz Gaddafis kein Machtvakuum geben.
Man werde in den kommenden Tagen einige Schwierigkeiten überwinden müssen, doch am Ende werde ein neues Libyen entstehen, sagte Nakua. Für Libyen sei ein großer Tag gekommen, überall werde „der Sieg für die Menschen, für die Freiheit“ gefeiert: „Die Ära Gaddafi ist zu Ende.“
Von Zahlreichen Ländern anerkannt
Der Übergangsrat wurde bereits von zahlreichen Ländern anerkannt. In London ist er in der libyschen Botschaft untergebracht, nachdem die Diplomaten Gaddafis ausgewiesen worden waren. Nakua dankte der britischen Regierung für die Unterstützung im Kampf gegen Gaddafi. Die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem neuen Libyen würden weiterhin sehr gut bleiben.
In der türkischen Hauptstadt Ankara nahmen oppositionelle Libyer unterdessen die Fahne der Gaddafi-Regierung von der dortigen Botschaft ab und hissten die Fahne des Nationalen Übergangsrats. Bilder des Fernsehsenders NTV zeigten, wie die Menschen Gaddafi-Porträts abrissen. Auch im libyschen Konsulat in Istanbul tauschten Libyer die Flaggen aus, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der libysche Konsul hatte einer Gruppe von Libyern Zutritt zu dem Gebäude gewährt.
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