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Lange anhaltende Kämpfe

Aufständische und Regierungsanhänger kämpfen seit Mitte Februar in Libyen gegeneinander. Die internationale Gemeinschaft kommt den Rebellen nach Wochen zur Hilfe. Lange gehen die Kämpfe hin und her. Ein Rückblick:

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15. Februar: Zusammenstöße zwischen Aufständischen, Polizei und Anhängern von Machthaber Muammar al-Gaddafi in Bengasi. Blutige Kämpfe folgen.

25. Februar: Bengasi wird Rebellenhochburg. Die USA verhängen Sanktionen, um Gaddafi zum Nachgeben zu zwingen.

26. Februar: Die Vereinten Nationen beschließen Strafmaßnahmen.

27. Februar: Die Aufständischen bilden eine Übergangsregierung, spalten sich aber. Ein Teil gründet den Nationalrat in Bengasi.

28. Februar: Die EU beschließt zum 11. März Sanktionen. Konten der libyschen Führung werden eingefroren.

Anfang März: Luftwaffeneinsatz der Gaddafi-Truppen; sie dringen in Rebellengebiete im Osten ein. Der libysche Nationalrat fordert eine Flugverbotszone. Erbitterte Kämpfe um strategisch wichtige Städte.

11. März: Gaddafis Truppen übernehmen die Kontrolle über die Stadt al-Sawija, danach über den Ölhafen Ras Lanuf und die Hafenstadt Brega. Die Opposition bittet um Verhängung einer Flugverbotszone.

17. März: Der UNO-Sicherheitsrat billigt eine Flugverbotszone ohne Einsatz von Besatzungstruppen.

18. März: Gaddafis Regime kündigt einen Waffenstillstand an. Die Aufständischen beklagen indes fortgesetzte Angriffe.

19. März: Spitzenpolitiker aus aller Welt stimmen in Paris das weitere Vorgehen ab. Kurz danach starten die USA, Frankreich und Großbritannien einen ersten Militärschlag gegen Libyen.

23. März: Die NATO beginnt mit der Durchsetzung des Waffenembargos.

Ende März, erste April-Woche: Unklare Lage um die von Rebellen und Regierungstruppen umkämpften Städte Misrata, Sirte und Ras Lanuf.

April: Den ganzen Monat lang wogen Kämpfe um Misrata.

28. Mai: Die NATO greift erneut Ziele in Tripolis an. Russland schließt sich den Forderungen zum Rücktritt Gaddafis an.

7. Juni: Die NATO intensiviert ihre Angriffe tagsüber auf Tripolis.

Juli und August: Schwere Kämpfe um eine Reihe von Städten; Fortsetzung der NATO-Luftangriffe.

16. August: Gaddafis Truppen setzen erstmals eine ballistische Scud-Rakete ein. Sie verfehlt ihr Ziel Brega.

19. August: Die Aufständischen nehmen in Brega einen General Gaddafis fest. Die Rebellen erobern al-Sawija. Ein wichtiger Vertrauter Gaddafis, Abdelsalam Dschallud, läuft zu den Rebellen über.

20. August: Die Aufständischen haben Brega sowie wichtige Raffinerieanlagen erobert. Ein blutiger Kampf um die Hauptstadt beginnt. Es gibt viele Tote.

21. August: Gaddafi ruft in mehreren Audiobotschaften zum Kampf bis zum letzten Blutstropfen auf.

22. August: Nach heftigen Kämpfen stehen die Rebellen im Zentrum von Tripolis. Hunderte feiern auf dem Grünen Platz bereits den Sturz des Regimes.

23. August: Gaddafis Sohn Saif al-Islam tritt überraschend in Tripolis vor Journalisten auf. Die Rebellen haben zuvor seine Gefangennahme gemeldet. Rund 80 Kilometer westlich von Tripolis liefern einander Rebellen und Gaddafi-Truppen heftige Gefechte.