Preis für Politdoku „Weiner“
Nate Parkers Historiendrama „The Birth of a Nation“ hat beim diesjährigen Sundance Film Festival Preise in den beiden wichtigsten Kategorien geholt. Parkers Drama über einen brutal niedergeschlagenen Sklavenaufstand in Virginia im 19. Jahrhundert wurde sowohl von der Jury als auch vom Publikum mit einer Auszeichnung bedacht.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Der große Preis der Jury für den besten Dokumentarfilm ging an „Weiner“. In dem Streifen geht es um den misslungenen Comebackversuch des US-Politikers Anthony Weiner, der 2011 nach einem Sexskandal als Kongressabgeordneter zurücktreten musste. Der Preis der Zuschauer in dieser Kategorie ging an „Jim: The James Foley Story“, eine Dokumentation über den 2014 von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) enthaupteten US-Journalisten.
„Sonita“ überzeugt Jury und Publikum
In der Kategorie „Weltkino“, in der auch das deutsche Drama „Wild“ mit dem Wiener Georg Friedrich angetreten war, zeichnete die Jury das israelische Drama „Sand Storm“ über den Kampf der Frauen in einem Beduinendorf aus. Die Zuschauer entschieden sich für „Between Sea and Land“, einen kolumbianischen Film über einen bettlägerigen kranken Mann, der von seiner Mutter gepflegt wird.
In der Kategorie „Bester ausländischer Dokumentarfilm“ entschieden sich Jury und Publikum einstimmig für „Sonita“, die Geschichte einer 18-jährigen Afghanin, die nach ihrer Flucht illegal in Teheran lebt und von einer Karriere als neue Rihanna träumt.
Österreichischer Film geht leer aus
Im internationalen Kurzfilmwettbewerb ging der österreichische Beitrag „MeTube 2: August sings Carmina Burana“ von Regisseur Daniel Moshel und Opernsänger August Schram indes leer aus. Das Musikvideo ist die Fortsetzung des höchst erfolgreichen Vorgängers „MeTube: August sings Carmen ‚Habanera‘“, das ebenfalls beim Sundance Film Festival Uraufführung gefeiert hatte und mittlerweile über 300 Festivaleinladungen, 30 Preise und mehr als 1,6 Millionen Klicks auf YouTube vorweisen kann. Viele der 123 Lang- und 72 Kurzfilme auf dem Festival behandelten so brisante Themen wie Abtreibung, Homosexualität und die Waffengewalt in den USA.
Link: