Rumpold: Vier Konzepte erarbeitet
Am Donnerstag ist am Wiener Straflandesgericht der Telekom-Austria-Prozess um die vermutete verdeckte Parteispende von 600.000 Euro an die FPÖ fortgesetzt worden. Ein Sachverständiger präsentierte dabei ein Gutachten über Zahlungsflüsse in Zusammenhang mit der Causa.
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Abgesehen von den inkriminierten 600.000 Euro hat Martin Geyer, der gerichtlich bestellte Sachverständige für Buchführung und Bilanzierung, keine weiteren Zahlungsflüsse von der Telekom Austria (TA) an Gernot Rumpolds Agentur mediaConnection festgestellt. Der von Rumpold behauptete Aufwand für die vier Konzepte, die er dafür der TA erbracht haben will, lasse sich aus der Buchhaltung der mediaConnection nicht nachvollziehen, deponierte Geyer am Donnerstagnachmittag im „Telekom III“-Prozess bei der mündlichen Erörterung seines Gutachtens.
Zahl lässt sich aus Buchhaltung „nicht ableiten“
Rumpold hatte den Wert der gelieferten Konzepte mit 80.000 bis 100.000 Euro beziffert. Mehrere Mitarbeiter seien damit befasst gewesen. Die genannte Zahl lasse sich aus der Buchhaltung „nicht ableiten“, hielt Geyer dem entgegen. Der Sachverständige verwies darauf, dass er im Rahmen seiner gutachterlichen Tätigkeit lediglich „Prä-Konzepte“ im Umfang von insgesamt 40 Seiten zu sehen bekommen habe. Die vollständigen Konzepte „waren nicht zugänglich und konnten meines Wissens bis heute nicht vorgelegt werden“.
Keine TA-Zahlungen gab es laut Geyer an Rumpolds PR-Agentur 100% Communication. Auch direkte Zahlungen an Amtsträger - eine Frage, die das Gericht explizit hatte klären lassen wollen - waren nicht nachweisbar.
Keine direkten Zahlungen an FPÖ ersichtlich
Was die Geschäftsbeziehungen zwischen Rumpolds Firmen und der FPÖ betrifft, waren für den Gutachter buchhalterisch keine direkten Zahlungen von Rumpold an die FPÖ ersichtlich. Umgekehrt flossen 2004 und 2005 an Rumpolds Firmen für erbrachte Leistungen rund 300.000 Euro. Nach 2005 gab es keine Aufträge mehr. Der Generalvergleich, den Rumpold und die FPÖ zur Beseitigung von Unstimmigkeiten über offene Forderungen des Werbers abschlossen, war laut Geyer „wirtschaftlich eher für die FPÖ von Vorteil“. Eine Differenz von etwas über 25.000 Euro ging zulasten Rumpolds.
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