Einsatz 1991 im Irak-Krieg
Das Flugabwehrsystem Patriot des US-Rüstungskonzerns Raytheon kann Flugzeuge und in seiner modernsten Variante auch ballistische Raketen und Marschflugkörper auf eine Entfernung von knapp 70 Kilometern abschießen. Zur Abwehr von Granatbeschuss, der bisherigen Hauptbedrohung auf der türkischen Seite der syrischen Grenze, ist Patriot dagegen nicht geeignet.
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Das System sorgte im Irak-Krieg 1991 für Aufsehen, als die US-Armee damit irakische Scud-Raketen abfing. Deutschland verlieh seine aus den 80er Jahren stammenden Patriot-Batterien damals zum gleichen Zweck auch an Israel. Die Luftwaffe besitzt 29 Staffeln, ihre Zahl soll im Zuge der Armeereform aber auf 14 abschmelzen.
Das Raketensystem ist auf Lastwagen montiert und besteht aus einem Feuerleitstand, einem Radar zur Entdeckung und Verfolgung der Ziele, Abschussrampen sowie den Raketen. Patriot kann auf einmal 50 Ziele beobachten und fünf abschießen.
2003 schon einmal in der Türkei
Die NATO stimmte jüngst der Stationierung des Flugabwehrraketensystems an der türkisch-syrischen Grenze zu. Der Einsatz zur Durchsetzung einer Flugverbotszone im Norden Syriens wurde dabei ausgeschlossen. Es gehe um eine vorsorgliche und defensive Maßnahme allein zum Schutz des NATO-Gebietes.
Die NATO hatte 2003 schon einmal Patriot-Batterien in die Türkei verlegt, Auslöser waren steigende Spannungen an der Grenze wegen des Irak-Krieges. Deutschland stellte der Türkei damals über die Niederlande lediglich Patriot-Raketen zur Verfügung, die Niederlande schickten die Abschussrampen und das restliche Gerät sowie die Soldaten zur Bedienung des Systems. In der NATO verfügen nur Deutschland, die Niederlande und die USA über die modernste Variante des Flugabwehrsystems. International besitzt beispielsweise auch Israel Patriot-Staffeln.
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