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Aktivitäten abseits des Börsengangs

Kurz vor der Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen nach dem holprigen Börsengang im Mai versuchte das Soziale Netzwerk Facebook, bei US-Medien mit einer Auflistung der letzten Aktivitäten Facebooks Stimmung für sich zu machen.

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Facebook hoffe, damit die Berichterstattung über die Geschäftszahlen des zweiten Quartals positiv beeinflussen zu können, so die IT-Website Cnet. Der Aktienkurs von Facebook unterliegt immer wieder starken Schwankungen, viele Anleger haben beim Börsengang Geld verloren, Investoren haben Klage gegen das Soziale Netzwerk eingereicht - zuletzt war die öffentliche Meinung über Facebook vor allem von negativen Schlagzeilen geprägt.

In den letzten Monaten war Facebook aber auch abseits des Börsengangs sehr aktiv: Neben dem milliardenschweren Kauf der Bilderplattform Instagram, der bisher von den Behörden noch nicht genehmigt wurde, hat Facebook den Patentstreit mit Yahoo beigelegt, für 550 Millionen Dollar Patente von Microsoft gekauft, einen eigenen App-Store gestartet und an den Werbemöglichkeiten und -formen für das Soziale Netzwerk selbst geschraubt.

Acht Zukäufe in den letzten Monaten

Laut den Unterlagen, die von Facebooks PR-Firma Brunswick Group verteilt werden, hat Facebook acht Zukäufe getätigt, vor allem kleinere Firmen wie Pieceable, Bolt Peters, Glancee und Karma. Sie decken Bereiche von Lokalisierung bis soziale Features wie Geschenke ab.

Die Frage sei nun, was Facebook mit diesen Zukäufe plane, so Cnet. Die Möglichkeiten reichen von lokalisierten und personalisierten Werbe-Einblendungen auf Handys bis zu einem eigenen Schnäppchenservice nach der Art von Groupon. Klar ist, dass die Anleger zumindest ein nachhaltiges Geschäftsmodell erwarten, nachdem Facebook selbst vor der hohen Nutzung auf mobilen Geräten gewarnt hat, wo Facebook kaum Werbung macht und entsprechend wenig verdient.

Positive Image gesucht

Ebenfalls medial verteilt wurden Links zu Nachrichten, die Facebook offenbar in einem besseren Licht darstellen sollen, wie Geschichten, dass große Werbekunden Facebook als Werbeplattform durchaus zu schätzen wissen. Vor dem Börsengang sorgte die Ankündigung des Autoherstellers General Motors, auf Facebook mangels Wirksamkeit vorerst nicht werben zu wollen, für Aufregung.

Kundenzufriedenheit: Google+ überholt Facebook

Bei der Kundenzufriedenheit hat Google+ seinen Konkurrenten überholt. Laut dem jährlichen American Customer Satisfaction Index (ACSI) erreicht Google+ unter den Social-Media-Angeboten 78 von 100 möglichen Punkten, Facebook schafft nur 61 Punkte. An der Spitze der Nutzergunst steht Wikipedia mit ebenfalls 78 Punkten, gefolgt von YouTube (73 Punkte), Pinterest (69 Punkte) und Twitter (64 Punkte). Die Index-Autoren machen die Zwangsbeglückung der Nutzer mit Neuerungen wie der Timeline verantwortlich.

Links:

  • Facebook(www.facebook.com/)
  • Cnet