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Warnung vor weiteren Entführungen

Die vier in Libyen entführten italienischen Journalisten sind wieder frei. Wie das Außenministerium am Donnerstag in Rom mitteilte, wurden die von Kämpfern des bisherigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi verschleppten Journalisten wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie wurden offenbar in der Nacht von Rebellen befreit.

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Die drei Männer und eine Frau waren am Mittwoch zwischen der Stadt al-Sawijah und der Hauptstadt Tripolis aus ihrem Auto heraus verschleppt worden. Ihr Fahrer wurde von den Entführern getötet. Die Reporter hatten sich noch am Mittwoch mit den Redaktionen ihrer Zeitungen („Avvenire“, „La Stampa“, „Corriere della Sera“) in Verbindung setzen können und berichtet, dass sie nicht misshandelt worden seien.

„Erster Gedanke galt getötetem Fahrer“

Die Journalisten wurden dank einer Blitzaktion befreit. Zwei Männer drangen laut den Schilderungen der Entführten in die Wohnung unweit von Tripolis ein, in der die Journalisten festgehalten wurden, und befreiten sie. Die Hintergründe der Befreiung sind jedoch noch unklar. Die Journalisten wurden nach der Freilassung in einem Hotel in Tripolis untergebracht - Video dazu in iptv.ORF.at.

„Unser erster Gedanke nach der Befreiung galt dem Fahrer, der kaltblütig von den Kidnappern erschossen worden ist“, sagten die Journalisten in einem Interview mit dem Sender Radio RAI. „Bis vor einer Stunde dachte ich, ich wäre schon tot, jetzt bin ich frei“, jubelte einer der Befreiten. Italiens Konsul in Bengasi, Guido de Sanctos, mahnte dennoch zu weiterer Vorsicht. Tripolis sei für alle Ausländer „besonders gefährlich“.

Angeblich 20.000 politische Gefangene befreit

Die libyschen Rebellen befreiten außerdem nach eigenen Angaben bei ihrem Vordringen in Tripolis etwa 20.000 politische Häftlinge. Die Häftlinge seien am Mittwoch im Stadtteil Abu Salim befreit worden, erklärten sie gegenüber dem arabischen Nachrichtensender al-Jazeera am Donnerstag.

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