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Noch immer keine Beweise

US-Präsident Donald Trump hält an seiner Behauptung fest, dass bei der von ihm gewonnenen Wahl Millionen Stimmen illegal abgegeben wurden. Trump sei überzeugt davon, weil ihm entsprechende Studien und Belege vorgelegt worden seien, sagte sein Sprecher Sean Spicer am Dienstag vor Reportern. Beweise legte er nicht vor.

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Trump bekam nach der Wahl vom 8. November die meisten Stimmen der Wahlleute. Bei der entsprechenden Zählung haben kleinere Bundesstaaten mehr Gewicht. Rechnet man alle abgegebenen Einzelstimmen der Bürger landesweit zusammen, bekam seine Rivalin Hillary Clinton aber 2,9 Millionen Stimmen mehr.

Zahlreiche Dementi

Der Republikaner Trump hat wiederholt erklärt, ohne eine illegale Stimmenabgabe wäre er auch dabei siegreich gewesen. Experten haben jedoch für einen großangelegten Wahlbetrug keine Anhaltspunkte. Auch der wichtigste Republikaner im Kongress, Paul Ryan, erklärte nun, er habe dafür keine Belege gesehen.

Auch das Weiße Haus hatte Trumps Anschuldigungen wiederholt dementiert. Bei einem Treffen am Montag hinter verschlossenen Türen mit führenden Mitgliedern des Kongresses behauptete Trump nach Zeitungsberichten, drei bis fünf Millionen Stimmen seien illegal abgegeben worden.

Rätselraten um zitierte Studie

Später bestätigte Trumps Sprecher Spicer die Befürchtungen des Präsidenten. „Der Präsident glaubt das, wie er bereits zuvor geäußert hat. Er hat seine Befürchtungen, dass Personen illegal gewählt haben, hervorgebracht. Aufgrund von Studien und Beweisen hält er daran fest.“

Einen tatsächlichen Beweis für Trumps Anschuldigungen konnte auch Spicer laut der „Washington Post“ nicht nennen. Er verwies auf eine Studie aus 2008 und zitierte Zahlen, die sich im entsprechenden Papier aber nicht finden lassen würden. Die „Post“ vermutet, dass es sich um eine Studie des Pew Research Centers handelt. Diese würde aber keinen Wahlbetrug beweisen, sondern nur auf ein veraltetes und damit kostspieligeres Wählerregister hinweisen.

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