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„Keiner von uns wird Trump wählen“

50 US-Republikaner haben in einem gemeinsamen Schreiben, das von der „New York Times“ veröffentlicht wurde, ausdrücklich vor einer Wahl von Donald Trump zum Präsidenten gewarnt. Der Milliardär wäre „der gefährlichste Präsident der amerikanischen Geschichte“, heißt es darin. Dem Kandidaten ihrer Partei mangle es an „Charakter, Werten und Erfahrung, um Präsident zu sein“.

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Trump sei „nicht willens oder nicht fähig, richtig von falsch zu unterscheiden“, schrieben sie. Der Kandidat falle durch „erratisches Verhalten“ auf und durch „gefährliche Eigenschaften“, die ihn für das Präsidentenamt ungeeignet machen. Zugleich wiesen die Unterzeichner darauf hin, dass sie auch „Zweifel“ in Hinblick auf Trumps demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton hätten.

Die Erklärung ist unter anderen unterzeichnet vom ehemaligen CIA-Direktor Michael Hayden, dem ehemaligen Heimatschutzminister Michael Chertoff, dem Ex-Direktor aller US-Nachrichtendienste, John Negroponte, und den ehemaligen US-Handelsbeauftragten Carla Hills und Robert Zoellick. Organisiert wurde die Erklärung von Philip Zelikow, der Condoleezza Rice in ihrer Zeit als US-Außenministerin beriet.

Unterzeichner für Trump „gescheiterte Elite“

Trump reagierte scharf auf das Schreiben. Bei den Unterzeichnern des Aufrufs handle es sich um „nichts anderes als eine gescheiterte Washingtoner Elite, die sich an ihre Macht klammert“, hieß es in einer Erklärung Trumps.

Der Präsidentschaftskandidat machte die Unterzeichner des Aufrufs für gravierende Fehlentscheidungen verantwortlich. Ihnen sei die „katastrophale Entscheidung zur Invasion des Irak“ und der Aufstieg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat anzulasten. Sie hätten die Welt „weniger sicher gemacht“, kritisierte Trump.

Auch Senatorin von Maine gegen Trump

Auch die republikanische US-Senatorin Susan Collins distanzierte sich von Trump. Sie erklärte in der „Washington Post“, dass sie nicht für Trump stimmen werde. Collins vertritt den US-Bundesstaat Maine im Senat. Obwohl sie schon ihr ganzes Leben lang Republikanerin sei, könne sie Trump nicht wählen, sagte sie.

Sie habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht, aber sie könne das Verhalten von Trump nicht unterstützen. Er mache sich über die Schwachen und Verletzlichen lustig und fache Vorurteile an, indem er ethnische und religiöse Minderheiten attackiere.

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