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Mehrere Anschläge vereitelt

Seit Anfang 2015 wird Frankreich von einer blutigen Attentatsserie, verübt durch islamische Extremisten, erschüttert. Dabei gab es bisher mehr als 230 Tote.

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7. Jänner 2015: Beim Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sterben in Paris zwölf Menschen. Zu dem Anschlag bekennt sich ein Ableger der Terrororganisation Al-Kaida. Ein dritter Täter erschießt eine Polizistin und nimmt in einem jüdischen Supermarkt Geiseln, von denen er vier erschießt, bevor er selbst von der Polizei getötet wird. Er hat sich zuvor zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

19. April: Nach der Ermordung einer Frau in Villejuif bei Paris wird ein Student festgenommen. Der 24-Jährige mit Kontakt nach Syrien soll mit einem Waffenarsenal aus Kalaschnikow-Sturmgewehren, Pistolen und Revolvern Anschläge auf Kirchen geplant haben.

26. Juni: Ein 35-jähriger Islamist wird überwältigt, als er in einem Industriegaswerk in Saint-Quentin-Fallavier bei Lyon eine Explosion verursachen wollte. Er hat zuvor seinen Arbeitgeber enthauptet und den Kopf mit zwei Islamistenflaggen auf den Fabrikzaun gesteckt.

21. August: Ein 25-jähriger Islamist wird im Thalys-Schnellzug von Brüssel nach Paris bei einem Anschlagsversuch mit einem Schnellfeuergewehr von Fahrgästen überwältigt. Zwei Zuginsassen werden verletzt.

13. November: Bei einer koordinierten Anschlagsserie in Paris töten IS-Extremisten 130 Menschen. In der Konzerthalle „Bataclan“ richten sie ein Massaker an, Bars und Restaurants werden beschossen, am Stade de France sprengen sich während des Fußballländerspiels Frankreich gegen Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft.

18. November: Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis bei Paris nimmt die Polizei sieben mutmaßliche Komplizen der Attentäter fest. Drei weitere Verdächtige kommen ums Leben, wie sich später herausstellt - einer ist der gesuchte Abaaoud.

7. Jänner 2016: Am Jahrestag der Anschläge auf „Charlie Hebdo“ schießen Polizisten vor einem Pariser Kommissariat einen Mann nieder. Er ist mit einem Messer bewaffnet und trägt die Attrappe einer Sprengstoffweste.

24. März: Ermittler nehmen einen 34-jährigen Franzosen fest und finden in einer von ihm angemieteten Wohnung im Pariser Vorort Argenteuil ein großes Waffenarsenal, unter anderem mit fünf Kalaschnikow-Sturmgewehren, einer Maschinenpistole und Sprengstoff. Nach Ansicht der Ermittler hat der Festgenommene zu einem Terrornetzwerk gehört, das kurz vor einem schweren Anschlag gestanden ist.

14. Juni: Ein Mann ersticht in Magnanville im westlichen Umland von Paris einen Polizisten und verschanzt sich in dessen Haus, wo später auch die Lebensgefährtin des Opfers tot aufgefunden wird. Die Polizei stürmt das Gebäude und erschießt den Täter, der sich zuvor zum IS bekannt hat. Vor dem Hintergrund der laufenden Fußball-EM haben zahlreiche Behörden immer wieder vor der hohen Terrorgefahr in Frankreich gewarnt.

14. Juli: Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag werden in der Hafenstadt Nizza mehr als 80 Menschen getötet. Zahlreiche weitere werden verletzt, als ein Lastwagen durch eine feiernde Menschenmenge rast.

26. Juli: Zwei Männer stürmen während eines Gottesdienstes eine Kirche in der Normandie. Sie töten einen 84-jährigen Priester und verletzen eine weitere Person lebensgefährlich. Drei weitere Personen halten sie als Geiseln. Beide Täter werden von der Polizei erschossen.

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