Konsumenten greifen zu Kompaktmodell
Das Ende März präsentierte iPhone SE entwickelt sich zum Verkaufshit für Apple. Es sieht aus wie das iPhone 5, enthält aber diverse Technik der aktuellen größeren Modelle der 6er-Serie wie den schnelleren Prozessor, eine 12-Megapixel-Kamera und einen NFC-Chip unter anderem für mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay - und vor allem einen gedrosselten Preis.
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Erstmals setzte Apple den Preis für seine Verhältnisse niedrig an: ab 489 Euro in Europa und ab 399 Dollar in den USA. Zuletzt hatte sich das Wachstum der iPhone-Verkäufe verlangsamt, für das laufende Quartal wird der erste Absatzrückgang seit dem Start 2007 erwartet. Mit dem Preis des iPhone SE greift Apple die Konkurrenz nun etwas schärfer an. Und wie früher bei den Spitzenmodellen hat Apple nun beim SE-Modell Lieferengpässe.
Verkäufe von iPad schwächeln
Parallel zum iPhone SE wurde wie ebenfalls erwartet eine neue Version des iPad-Tablets im Standardformat mit der Technik des größeren iPad Pro vorgestellt. Dazu gehören die Unterstützung des neuen Apple-Stifts sowie ein Display, das die Farbtemperatur an das Umgebungslicht anpasst.
Die günstigste Version dieses kleineren iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display und 32 Gigabyte Speicher wird deutlich teurer als beim aktuellen iPad Air 2: ab 689 Euro in Europa und ab 599 Dollar in den USA. Beim iPad schwächeln die Verkäufe schon seit rund zwei Jahren - und das zieht auch den gesamten Markt nach unten.
Smart Watch wird billiger
Als Überraschung gab es eine Preissenkung bei der günstigsten Version von Apples Computeruhr. Die Apple Watch sei in den USA nun ab 299 Dollar zu haben, sagte Apple-Chef Tim Cook. Das ist eine Preissenkung von 50 Dollar, die den Preis der Sportversion mit Aluminiumgehäuse näher zum Niveau der Konkurrenzgeräte anderer Hersteller mit dem Google-System Android Wear bringt.

Reuters/Stephen Lam
Apple-Chef Tim Cook bei der Präsentation der neuen iPhones
In Europa sank der Preis von 399 auf 349 Euro. Apple brachte seine Computeruhr im vergangenen April in den Handel, und sie erreichte laut Branchenanalysten aus dem Stand einen Marktanteil von rund 60 Prozent.
Die für Umweltschutz zuständige Topmanagerin Lisa Jackson demonstrierte in einem Video den bei Apple entwickelten Roboter Liam, der ausgemusterte iPhones zum Recycling in Einzelteile zerlegen kann. „Entwickelt hier, in Kalifornien“, betonte sie. Inzwischen würden 93 Prozent der Apple-Standorte weltweit mit erneurbarer Energie versorgt, sagte Jackson außerdem. Ebenfalls wurde angekündigt, dass die Plattform „ResearchKit“, bei der iPhone-Nutzer Daten zu Krankheiten für medizinische Studien zusammentragen können, im April um den Bereich „CareKit“ für Ärzte und Patienten ergänzt wird.
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