Derzeit rund 11.000 Soldaten im Land
Im September 2014 hat in der von religiösen Konflikten geschüttelten Zentralafrikanischen Republik (ZAR) eine UNO-Friedensmission ihren Dienst begonnen. 7.600 Menschen wurden in das Land geschickt. Die Mission mit dem Namen United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in the Central African Republic (MINUSCA) soll die Stabilisierung des Landes vorantreiben. Die Zahl stieg im Laufe der Mission auf rund 11.000 Soldaten.
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Die Zentralafrikanische Republik wird von einem schweren Konflikt erschüttert, seit muslimische Rebellen im Frühjahr 2013 den christlichen Präsidenten Francois Bozize stürzten. Nach dem Putsch bekämpften einander Muslime und christliche Milizen. Beiden Seiten werden schwere Gewalttaten angelastet. Tausende Menschen wurden getötet. Jeder Fünfte der knapp fünf Millionen Einwohner ist auf der Flucht.
Trotz reichhaltiger Vorkommen an Diamanten, Gold und Uran ist die ZAR einem UNO-Index zufolge das drittärmste Land der Welt. Die Menschen haben mit durchschnittlich 51 Jahren eine extrem niedrige Lebenserwartung.
Auch österreichische Soldaten
Im März des vergangenen Jahres sandte auch das österreichische Bundesheer vier Soldaten zum Einsatz in die ZAR. Das Engagement soll bis April 2016 dauern. Die zwei Offiziere und zwei Unteroffiziere sollen beim Aufbau der Sicherheitskräfte des afrikanischen Krisenstaates helfen. Das Verteidigungsministerium begründet die Teilnahme mit der Unterstützung der gemeinsamen EU-Politik in Zentralafrika.
„Wir müssen dort tätig werden, wo Krisen entstehen“, sagte der damalige Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) laut Aussendung. „Wir wollen Sicherheit und Stabilität für die Zentralafrikanische Republik, um Terrorismus, Menschenhandel und organisierter Kriminalität den Nährboden zu entziehen.“
Neuer Präsident im Februar gewählt
Ende Februar wurde der frühere Regierungschef Faustin-Archange Touadera mit rund 62 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Zugleich wurde auch ein neues Parlament gewählt. Die erste Parlamentswahl vom 30. Dezember war wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt worden. Auch die Wahlen sollen eine Rückkehr zu mehr Stabilität in der Zentralafrikanischen Republik ermöglichen. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu politischer Stabilität und einer wirtschaftlichen Erholung“, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
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