Bis zu 113 Euro für einen Tag
Was bei Fluglinien und Hotels schon längst gang und gäbe ist, haben nun auch die Disney-Parks in den USA eingeführt: saisonabhängige Ticketpreise. Je länger die Warteschlange etwa für die Disney World in Florida oder das kalifornische Disneyland ist, desto teurer ist der Tageseintritt.
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Für Disney ist das eine Maßnahme, die Massen zu kontrollieren. Es ist von einem „Weg, der hilft, den Besucherandrang zu verteilen“ die Rede. Die Nachfrage steige, zugleich habe Disney aber ein klares Bekenntnis, „die Erwartungen aller Gäste zu übertreffen“, rechtfertigte das Unternehmen in einem Blog die Änderung bei den Ticketpreisen.
Kartenverkauf stoppen
Einem Bericht der „Los Angeles Times“ zufolge nahm die Zahl der Besucher in den US-Disney-Parks im letzten Quartal des vergangenen Jahres um zehn Prozent zu. Eine Ursache dafür ist offenbar auch die Popularität von neuen themenbezogenen Attraktionen etwa zu „Star Wars“ und „Frozen“. Besonders überlaufen sind allgemein die Sommermonate und die Weihnachtsferien.

Corbis/ZUMA Press/Joshua Sudockbis
Disneyland in Kalifornien wurde bereits 1955 eröffnet
Disney World in Orlando in Florida gilt als meistbesuchter Freizeitpark der Welt mit im Schnitt 53.000 Besuchern pro Tag (Stand: 2014) und über 19 Millionen jährlich. Immer wieder mussten vor allem die beiden großen US-Disney-Parks in Florida und das bereits 1955 eröffnete Disneyland in Anaheim in Kalifornien wegen zu großen Besucherandrangs den Kartenverkauf stoppen. Mehrstündige Wartezeiten auf einen Eintritt sind keine Seltenheit. Disney versucht nun gegenzusteuern.
Fast immer Hauptsaison
Die Preise sind künftig je nach Zeit in drei unterschiedliche Kategorien gesplittet - „Value“, „Regular“ und „Peak“ in den Hochsaisonen. In der billigsten Kategorie bleibt etwa der Eintritt für ein Tagesticket in Disney World Orlando für über Zehnjährige bei 105 Dollar (96 Euro). In der mittleren Kategorie steigt der Eintrittspreis auf 110 Dollar (100 Euro), in der Hochsaison kostet ein Tagesticket 124 Dollar (113 Euro). Die Ticketpreise für Disneyland in Kalifornien liegen geringfügig darunter. Der Großteil des Jahres, 70 Prozent, verteilt sich auf die teuerste und mittlere Preiskategorie.
Zugleich erweitert Disney sein Angebot. Vor allem rund um „Star Wars“ arbeitet Disney in Anaheim und in seinem Park in Orlando an den, eigenen Angaben zufolge, größten Erweiterungen. Die Show mit Jedis und Co. soll im April starten. Schauspieler sollen laut Disney Charaktere aus „Star Wars“ wie etwa Kylo Ren, Chewbacca und Darth Vader spielen. Ab dem Sommer sollen die Tage mit Feuerwerken und einer eigenen „Star Wars“-Projektion in den beiden großen US-Disney-Parks enden.
Rückgang in Disneyland Paris
Während die Disney-Parks etwa in Florida und Kalifornien immer mehr Besucher anziehen, ist das Interesse etwa an Disneyland Paris schon in den vergangenen Jahren rückläufig. Getroffen ist der Park in Paris auch aufgrund der Anschläge im November. Die Besucherzahlen seien seither um acht Prozent zurückgegangen, hieß es vonseiten von Euro Disney vor wenigen Tagen. Disneyland Paris liegt rund 30 Kilometer östlich der französischen Hauptstadt. Im Jahr 2015 zog der Vergnügungspark 14,8 Millionen Besucher an.
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