Gefälschte Pässe sichergestellt
Die türkischen Behörden haben auf dem Flughafen von Istanbul zwei mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen und bei ihnen rund 150 europäische Reisepässe beschlagnahmt. Der Syrer und der Türke seien nach der Landung auf dem Atatürk-Flughafen gefasst worden, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan am Donnerstag.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Die Pässe seien in kleinen Pizzaöfen versteckt worden. Ebenfalls beschlagnahmt wurden bei den Männern dem Bericht zufolge zwei versteckte Kameras, SIM-Karten sowie Speicherchips. Laut Dogan handelte es sich bei den Pässen um Originale, ein Regierungsvertreter sprach dagegen von gefälschten Pässen.
Die beiden Festnahmen stehen in Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Anschlagsplan auf das US-Konsulat in Istanbul. Neben den beiden auf dem Flughafen gefassten Männer soll es noch neun weitere Festnahmen gegeben haben, meldete Dogan.
Bereits Tausende Einreisesperren verhängt
Vor einer Woche hatte das US-Konsulat in Istanbul unter Verweis auf „Informationen über eine mögliche Sicherheitsbedrohung“ seinen Betrieb eingeschränkt. Schon Anfang der Woche wurde dann in Istanbul ein mutmaßliches IS-Mitglied unter dem Verdacht festgenommen, einen Selbstmordanschlag auf das Konsulat geplant zu haben.
Nach einer Reihe mutmaßlich vom IS verübter Anschläge in der Türkei hatte Ankra den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz verstärkt. Seither gab es zahlreiche Festnahmen. Laut Innenminister Efkan Ala verhängte die Türkei seit Beginn des Syrien-Konflikts Einreisesperren gegen mehr als 33.740 Terrorverdächtige aus 123 Ländern. Mehr als 2.780 weitere mutmaßliche Dschihadisten seien festgenommen und in ihre Heimatländer abgeschoben worden.
Link: