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Türkei nimmt Dutzende IS-Anhänger fest

Die Türkei verstärkt ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sicherheitskräfte nahmen unlängst 45 ausländische Anhänger der Miliz auf dem Weg nach Syrien fest. Viele der IS-Anhänger hielten sich mit ihren Familien in der südöstlichen Stadt Gaziantep auf. Ihnen droht nun die Ausweisung.

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Die Stadt gilt als Zwischenstation für ausländische Extremisten auf dem Weg nach Syrien. Viele von ihnen fliegen aus ihrer Heimat nach Istanbul und fahren dann mit dem Bus nach Gaziantep, um von dort die illegale Reise ins nahe Syrien anzutreten. Auch in der Millionenmetropole Istanbul und anderen Städten sei es zu Razzien gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Bei manchen Verdächtigen soll es sich unter anderem um türkische Rekrutierer für den IS handeln.

900 Kilometer lange Grenze zu Syrien

In den vergangenen Wochen war es in der Türkei mehrfach zu Razzien gegen mutmaßliche IS-Anhänger gekommen. Westliche Staaten hatten der Türkei wiederholt vorgeworfen, zu wenig gegen Grenzübertritte von IS-Anhängern zu unternehmen. Die Türkei, die eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze mit Syrien teilt und 1,8 Millionen Flüchtlinge aus Syrien beherbergt, wies die Anschuldigungen stets zurück.

Die Terrormiliz hat in der jüngeren Vergangenheit zwar Territorium in Syrien an kurdische Kämpfer verloren, kontrolliert aber immer noch einen Teil der Grenze zur Türkei. Seit einigen Tagen scheint die Regierung ihre Bemühungen im Kampf gegen IS-Anhänger nun zu verstärken. Medienberichten zufolge hat die türkische Armee Panzer und Soldaten an die Grenze verlegt. In Berichten wurde über einen möglichen Einmarsch türkischer Truppen ins Bürgerkriegsland Syrien spekuliert. Die türkische Führung betonte aber, sie plane keinen Alleingang in Syrien und schütze lediglich die Landesgrenzen.

Gebietsgewinne der Kurden

Die Kurden brachten unterdessen im Norden Syriens im Kampf gegen den IS inzwischen ein Hunderte Kilometer langes zusammenhängendes Gebiet an der Grenze zur Türkei unter ihre Kontrolle. Die türkische Regierung befürchtet, dass die Kurden in Syrien einen eigenen Staat ausrufen und damit auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden im eigenen Land anheizen könnten. Die in Syrien kämpfenden kurdischen Volksschutzeinheiten sind eng mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) verbunden. Diese steht in Europa, den USA und der Türkei auf der Terrorliste.

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