New York, Paris, Rom
In den 1950er Jahren hat William Klein für das Modemagazin „Vogue“ die großen Metropolen durchstreift. Die Redaktionen der großen US-Magazine waren stets auf der Suche nach einer neuen, radikalen Bildsprache. Klein konnte damit dienen - und stieß nicht nur auf Zustimmung.
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1956 veröffentlichte Klein, damals 28, den Fotoband „Life is Good & Good for You in New York“. In den USA konnte er keinen Verleger dafür finden, die harten Fotos vom Leben auf den Straßen entsprachen nicht dem Selbstbild, das die Medienelite der Supermacht von sich entwickelt hatte. Erst in seiner Wahlheimat Paris konnte er sein Projekt umsetzen und seinen Ruf als einer der wichtigsten Fotografen seiner Zeit festigen.

William Klein
Spielende Kinder. „Ich war Teil der New Yorker Unterschicht“, sagt Klein über sich selbst. Sein grobkörniges Stadtporträt galt seinen Zeitgenossen als antiamerikanisch.

William Klein
Straßenszene aus Kleins New-York-Buch. Der Fotograf tauchte in der Menge unter, brachte dann im Labor Bilder von unheimlich lebendig wirkender Unschärfe hervor.

William Klein
1956 ging Klein als Regieassistent von Federico Fellini nach Rom. In Begleitung ortskundiger Freunde wie Pier Paolo Pasolini, Alberto Moravia und Fellini durchstreifte er die Stadt. 1959 erschien sein Bildband „Rome“.

William Klein
Rom, Piazza di Spagna, Teil einer Modestrecke für „Vogue“. Klein fotografierte seine Models gern aus einiger Entfernung mit einem Teleobjektiv im Straßenverkehr, wo sie unter den unwissenden Passanten umherwandelten.

William Klein
Teilweise übermaltes Selbstporträt. In letzter Zeit kehrte Klein zu seinen Wurzeln als Maler zurück. In seiner Serie „Contacts“ vollzog er den Auswahlprozess in der analogen Fotografie nach.