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Neu gewählt, abgewählt, wiedergewählt

Im neu gewählten britischen Parlament gibt es neben vielen bekannten Gesichtern auch zahlreiche Neulinge, vor allem von der Schottischen Nationalpartei (SNP). Einige Altparlamentarier müssen sich von Westminster verabschieden.

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  • Die 20-jährige Politikstudentin Mhairi Black zieht für die SNP ins Unterhaus ein - als jüngstes Parlamentsmitglied in Westminster seit dem Jahr 1667. Im Wahlkreis Paisley and Renfrewshire South schlug sie den Labour-Wahlkampfmanager Douglas Alexander, der als möglicher Außenminister im Gespräch war.
  • Londons schillernder Bürgermeister Boris Johnson wurde im Hauptstadtwahlkreis Uxbridge gewählt - eine entscheidende Etappe für den konservativen Politiker, dem Ambitionen auf das Amt des Premierministers nachgesagt werden.
  • Ed Balls, Kassenwart der Labour-Partei und Schattenfinanzminister der Sozialdemokraten, verlor sein Mandat an die konservative Andrea Jenkyns, die 422 Stimmen mehr bekam (18.776 zu 18.354 Stimmen)
  • Der scheidende Handelsminister und ehemalige Vizechef der Liberaldemokraten, Vince Cable, unterlag im Wahlkreis Twickenham der Tory-Politikerin Tania Mathias. Für den 71-Jährigen, der sein fünftes Mandat anstrebte, könnte es das Ende seiner politischen Karriere sein.
  • George Galloway von der linken Respect-Partei verlor seinen bisherigen Abgeordnetensitz für den Wahlkreis Bradford West an die Labour-Kandidatin Naz Shah. Galloway gehörte früher selbst der Labour-Partei an, brach aber mit ihr wegen der britischen Beteiligung am Irak-Krieg unter Premierminister Tony Blair.
  • Jim Murphy, der Labour-Chef in Schottland, muss seinen seit dem Jahr 1997 für East Renfrewshire gehaltenen Sitz an die SNP abgeben. Diese errang 56 der für Schottland zu vergebenden 59 Sitze im britischen Unterhaus - zuvor war sie dort nur mit sechs Abgeordneten vertreten.
  • Auch Danny Alexander von den Liberaldemokraten musste sich in Schottland dem SNP-Kandidaten Drew Henry geschlagen geben.
  • Nigel Farage, Vorsitzender der EU-feindlichen United Kingdom Independence Party (UKIP) unterlag im südenglischen Wahlkreis South Thanet dem Kandidaten der Konservativen und verpasste damit den Einzug ins Parlament. Er trat daraufhin vom Parteivorsitz zurück.
  • Der bisherige konservative Premierminister David Cameron wurde in seinem Wahlkreis Witney in Oxfordshire, wo er erstmals im Jahr 2001 gewählt worden war, erneut deutlich bestätigt.
  • Nick Clegg, der bisherige liberaldemokratische Vizeregierungschef, schaffte im nordenglischen Wahlkreis Sheffield Hallam knapp den Wiedereinzug ins Unterhaus, dem er seit dem Jahr 2008 angehört. Den Parteivorsitz, den er seit dem Jahr 2007 innehatte, legte er angesichts der schweren Niederlage der Liberaldemokraten nieder.
  • Ed Miliband, im Wahlkreis Doncaster wiedergewählter Labour-Chef, trat ebenfalls vom Parteivorsitz zurück.
  • Der von den Konservativen zur UKIP gewechselte Douglas Carswill, der im vergangenen September ins Parlament eingerückt war, war mit seiner Kandidatur im Küstenwahlkreis Clacton erfolgreich.

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