Unruhen nach Mord an Studenten

Die mutmaßliche Ermordung von 43 seit Wochen vermissten Studenten hat in Mexiko neue wütende Proteste ausgelöst. In Mexiko-Stadt versuchten Demonstranten am Samstagabend, in den Nationalpalast einzudringen. Im Bundesstaat Guerrero bewarfen Demonstranten den Sitz der Regionalregierung mit Brandsätzen und setzten Autos in Brand. Bandenmitglieder hatten zwar am Freitag den Mord an den Studierenden gestanden, doch viele Mexikaner trauen den Behörden nach den schleppenden Ermittlungen nicht mehr. Auch NGOs äußerten scharfe Kritik. Im Internet wurde unterdessen der Satz „Ya me canse“ („Genug, ich bin jetzt müde“) zum Trending Topic - mit diesen Worten hatte der Generalstaatsanwalt eine Pressekonferenz über die neuesten Ermittlungsergebnisse abgebrochen.

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