Die „vergessene“ Diktatur
Kaum Festnetz und Handys, Internet wenn überhaupt nur im Schneckentempo und kaum finanzierbar: Eritrea am Horn von Afrika ist in vielerlei Hinsicht noch abgeschotteter als Nordkorea. Im Pressefreiheit-Ranking von Reporter ohne Grenzen rangiert es an letzter Stelle, ebenfalls hinter Nordkorea. Die Staatsmedien haben laut „Businessweek“ bis heute nicht verkündet, dass der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi tot ist. Das ist kein Zufall: Das Land wird seit der Unabhängigkeit von Äthiopien 1993 von Isayas Afewerki diktatorisch regiert. Der UNO-Menschenrechtsrat setzte nun eine Kommission zur Untersuchung massiver Menschenrechtsverletzungen ein. Zahlreiche Flüchtlinge, die den Weg nach Europa suchen, stammen aus dem Land.
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