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Faymann hält Entscheidung für richtig

Mitten in der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine um die Schwarzmeer-Halbinsel Krim sollen am Freitag die Winter-Paralympics in Sotschi eröffnet werden. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zeigt sich besorgt. Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) wird nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen.

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„Wir beobachten die Situation genau, und die Sicherheit und das Wohlbefinden der Athleten und Offiziellen haben für uns oberste Priorität“, sagte IPC-Präsident Philip Craven am Dienstag bei seiner Ankunft in Sotschi. Craven erwartet von den Paralympics ein Umdenken in Russland in Bezug auf den Umgang mit behinderten Menschen.

Niederlande verzichten ebenfalls

Klug will auf eine Reise zu den Paralympics verzichten. „In dieser heiklen Phase geht es darum, keine Zeichen zu setzen, die als Legitimation der russischen Vorgehensweise gedeutet werden können“, sagte Klug am Dienstag. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sagte, er halte Klugs Entscheidung für richtig.

Die Frage, ob er enttäuscht sei, da er bei den Olympischen Spielen selbst in Sotschi weilte, verneinte Faymann: „Ich bin enttäuscht von der Vorgangweise Russlands in der Ukraine.“ Zum damaligen Zeitpunkt habe jedoch eine andere Situation bestanden. Im Nachhinein dürfe man das nun „nicht vermischen“.

Die niederländische Regierung wird keine offiziellen Vertreter zur Eröffnung der Winter-Paralympics ins russische Sotschi schicken. Angesichts der Krise in der Ukraine hätten die Sportministerin Edith Schippers sowie Mitglieder der königlichen Familie ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier am 7. März abgesagt, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag in Den Haag mit. Damit wollte die Regierung zeigen, dass sie den Einmarsch in einen souveränen Staat nicht toleriere.

Österreichisches Team nimmt teil

Die meisten Sportler sind hingegen schon in Sotschi. Bis zum Dienstagvormittag waren 39 der 45 teilnehmenden Nationen in Sotschi eingetroffen, darunter nach dreistündigem Flug auch das 13-köpfige österreichische Team. Am Mittwoch wird das Österreich-Haus in Krasnaja Poljana eröffnet.

Die ukrainischen Sportler sind zwar bereits in Sotschi. Doch offenbar plant das Team einen Boykott der Paralympics. Das sagte am Dienstag Natalia Garatsch, eine Sprecherin des paralympischen Komitees der Ukraine, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Sollte Moskau bis zur Eröffnung am Freitag die Truppen nicht von der Halbinsel Krim abziehen, werde die Ukraine nicht an den Winterspielen der Behindertensportler teilnehmen, hieß es. Das IPC hatte zuvor noch verkündet, das Team der Ukraine werde in Sotschi an den Start gehen.

Boykott der Fußball-WM 2018?

Die deutschen Grünen bringen angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ins Spiel. „Ich bin kein Freund des Boykotts, aber in Russland sehe ich keine andere Möglichkeit, als dieses Zeichen zu setzen“, sagte ihr sportpolitischer Sprecher Özcan Mutlu am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sport und Politik gehörten zusammen. Auch der Sport müsse gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und an den Zuständen im Land ernsthafte und öffentliche Kritik äußern.

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