Datenhandel: Kassenärzten droht Kündigung

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Für „bedenklich“ hält der Präsident des Hauptverbandes der Krankenkassen, Hans Jörg Schelling, die Vorgangsweise der Ärzte, die Patientendaten an das US-Marktforschungsunternehmen IMS verkauft haben. IMS solle offenlegen, welche Ärzte die Daten verkauft haben. Sollten Kassenärzte betroffen sein, stellt der Hauptverbandspräsident auch eine Kündigung des Kassenvertrages in den Raum.

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350 Ärzte verkauften Patientendaten

Nachdem das deutsche Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Wochenende einen offenbar regen Handel mit Arzneimitteldaten in Deutschland aufgedeckt hat, ist der Skandal nun auch auf Österreich übergeschwappt.

350 österreichische Ärzte verkauften Daten von Medikamentenverschreibungen an die US-Firma IMS Health, wie auch die Österreich-Niederlassung des Gesundheitsdienstleisters gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal bestätigte. Bei der Ärztekammer ist man empört. Auch die heimischen Apotheker distanzieren sich von dem Verhalten der Ärzte.

Mehr dazu in Unternehmen versucht zu beruhigen

Ärztekammer: Berufsverbote möglich

Die Ärztekammer prüft nun, ob der aufgedeckte Handel mit Patientendaten tatsächlich illegal ist, und fordert Informationen von IMS. Der Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, ist allenfalls für eine strenge Bestrafung der betroffenen Ärzte, die bis zum Entzug der Berufsberechtigung gehen könnte.

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