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Offensive gegen Rebellenhochburg

Die syrischen Regierungstruppen machen bei ihren Angriffen auf die Rebellenhochburg Homs nach Angaben eines Aktivisten und einer Nichtregierungsorganisation Fortschritte. Die Regierungstruppen seien in Teile des bisher von den Rebellen gehaltenen Stadtviertels Khaldijeh vorgedrungen, berichtete ein Aktivist am Montag telefonisch aus der umkämpften Stadt.

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Dabei setze die Armee „jede Art tödlicher Waffen“ von Flugzeugen über Raketenwerfer bis zu Panzern und Artillerie ein. Es seien die schwersten Kämpfe in Homs seit dem Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad im März 2011. Die Regierungszeitung „Al-Watan“ berichtete unter Berufung auf Militärkreise, die Armee habe den größten Teil von Khaldijeh unter ihre Kontrolle gebracht.

Zerstörte Gebäude nach Kämpfen in Homs

APA/EPA

Teile von Homs und deren Vorstädten gleichen einem Trümmerfeld

Auf der Onlinevideoplattform YouTube eingestellte Aufnahmen zeigten massive Zerstörungen rund um eine Moschee in dem Ortsteil. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete von heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen am Rand von Khaldijeh.

Strategisch wichtige Stadt

Die syrischen Truppen werden bei ihrer Offensive zur Einnahme von Homs und den umliegenden Orten Bewohnern zufolge von Kämpfern der libanesischen Hisbollah und regierungstreuen Milizen unterstützt. Sollten die Regierungstruppen die drittgrößte Stadt des Landes erobern, würden sie einen Korridor quer durch Syrien von Damaskus bis zu den Assad-Hochburgen an der Mittelmeerküste beherrschen und die Verbindung zwischen von Rebellen gehaltenen Gebieten im Norden und im Süden kappen.

Zerstörte Gebäude nach Kämpfen in Homs

APA/EPA

Ein Panzer der syrischen Streitkräfte in Khaldijeh

Tausende sitzen fest

Die syrische Armee hatte vor zehn Tagen mit ihrem Vorstoß auf Homs begonnen. Nach UNO-Angaben sitzen mindestens 2.500 an den Kämpfen unbeteiligte Menschen fest und brauchen dringend Hilfe. Der Sprecher des UNO-Menschenrechtskommissars, Rupert Colville, forderte bereits Ende der vergangenen Woche für Hilfsorganisationen ungehinderten Zugang zu der Region. Aktivisten zufolge mangelt es in den umkämpften Gebieten erheblich an Lebensmitteln, Wasser, Medizin, Strom und Benzin.

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