„Sinnlose Gewalt“
Die Bombenanschläge auf den Marathon in der US-Ostküstenstadt Boston haben international für Entsetzen gesorgt. Zahlreiche Staatschefs bekundeten ihr Beileid. Für die österreichische Bundesregierung nahm Sportminister Gerald Klug (SPÖ) zu den Attentaten Stellung und verurteilte das „feige Attentat“ auf ein „Symbol für Zusammenhalt, Miteinander und friedlichen Wettstreit“.
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UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Attentate scharf. „Diese sinnlose Gewalt ist umso schrecklicher, als sie bei einem Ereignis stattgefunden hat, das dafür bekannt ist, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen“, sagte Ban am Montag (Ortszeit) in New York. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und bei allen Menschen in Boston. „Den Verwundeten wünsche ich eine rasche Genesung.“
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich gleichermaßen betroffen: „Ich bin tief entsetzt von den Explosionen beim Boston-Marathon“, sagte Rasmussen in der Nacht auf Dienstag in Brüssel. Rasmussen sprach den Familien und Freunden der Todesopfer sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten eine vollständige Genesung. „Meine Gedanken sind bei den Menschen in Boston und in den gesamten USA“, sagte der NATO-Generalsekretär weiter.
Putin verurteilt „Barbaren“
Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte die Attentate als „barbarische Verbrechen“. Der Kampf gegen den Terrorismus erfordere eine „aktive Koordination der Anstrengungen der ganzen Welt“, schrieb Putin laut Kreml-Angaben in einem Beileidstelegramm an US-Präsident Barack Obama. Putin bot demnach auch an, die US-Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.
Cameron und Westerwelle „schockiert“
„Die Bilder aus Boston sind schockierend und entsetzlich“, schrieb der britische Premier David Cameron in der Nacht auf Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen, so der Premier weiter. Nächstes Wochenende soll der Marathon in London stattfinden.
Der französische Innenminister Manuel Valls rief zu erhöhter Wachsamkeit auf und ordnete vor allem im Bereich öffentlicher Gebäude an, dass die Sicherheitskräfte „ohne Verzögerung“ die Zahl ihrer Patrouillen erhöhen. Staatschef Francois Hollande betonte in einer Aussendung: „In diesen tragischen Umständen drückt der Staatschef den Familien der Opfer sein Beileid aus und versichert den US-amerikanischen Behörden und der Bevölkerung die volle Solidarität Frankreichs.“
Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle zeigte sich „zutiefst schockiert“: „Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer, wir wünschen den vielen Verletzten baldige Genesung“, sagte er am Dienstag in Berlin. Aus einem „traditionsreichen, fröhlichen Sportereignis für Zehntausende Läufer und Hunderttausende Zuschauer“ sei eine „Tragödie geworden“. Er wünsche sich, dass die Ermittlungen schnell auf die Spur der Verantwortlichen führten. Nichts rechtfertige solch „heimtückische Anschläge“ erklärte auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
Beileidskundgebung aus Afghanistan
Der afghanische Präsident Hamid Karzai verurteilte die Anschläge von Boston auf das Schärfste. Zugleich sprach er in einer am Dienstag vom Präsidentenpalast in Kabul verbreiteten Stellungnahme den Angehörigen der Opfer und dem amerikanischen Volk sein Mitgefühl aus. Der Präsident sagte laut der Mitteilung, das afghanische Volk, das selber seit Jahren unter Terrorangriffen leide und zivile Opfer zu beklagen habe, könne das Leid gut verstehen, das solche Taten hervorriefen.
EU steht zu „amerikanischen Freunden“
EU-Vertreter reagierten mit Entsetzen auf die blutigen Anschläge. „Ich verurteile die entsetzlichen Taten, die in Boston verübt wurden, und bedaure zutiefst das tragische Ergebnis und den Verlust unschuldigen Lebens“, teilte EU-Ratspräsident Herman van Rompuy als Vertreter der EU-Staaten am Dienstag in Brüssel mit. Er versicherte die USA des „vollen Mitgefühls und der Unterstützung der Europäischen Union“.
Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich „schockiert“. Sie drückte den Angehörigen der Toten ihr Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten rasche Genesung. „Solche Taten sind verwerflich. Wir verurteilen diesen Bombenanschlag gemeinsam mit der Regierung der Vereinigten Staaten und dem Volk.“ Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, teilte über Twitter sein Beileid mit. „Terrorismus ist niemals gerechtfertigt. Wir sind bei unseren amerikanischen Freunden.“
Stars reagieren ebenfalls bestürzt
Zahlreiche Stars und Promis wie Arnold Schwarzenegger, Nicole Scherzinger, Justin Bieber und Jessica Biel reagierten auf Twitter schockiert - mehr dazu in oe3.ORF.at.
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