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„Gute Fortschritte gemacht“

Boeing steht offenbar kurz vor der Lösung seiner Batterieprobleme beim Prestigeflugzeug „Dreamliner“. Es sei ein Weg gefunden worden, um die Lithium-Ionen-Batterien weniger anfällig zu machen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

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„Die Lücken zwischen den Zellen werden vergrößert“, hieß es. Der fehlende Platz sei wohl der Grund für die Überhitzung der Batterien gewesen. Den 50 „Dreamliner“-Maschinen, die weltweit in Betrieb sind, war im vergangenen Monat nach einer Pannenserie einschließlich eines Feuers an Bord einer parkenden Maschine die Starterlaubnis entzogen worden.

Lösung noch im Laufe der Woche?

„Wir haben gute Fortschritte gemacht“, versicherte ein Boeing-Sprecher. Professor Kiyoshi Kanamura von der Tokioter Metropolitan-Universität sagte, es wäre eine logische Lösung, wenn Boeing Keramikplatten zwischen den einzelnen Zellen installieren und ein Luftloch in der Batteriebox anbringen würde.

Bereits am Montag hatte die „Seattle Times“ bereits gerüchteweise über eine vorübergehende Lösung für Boeings Problem mit den leicht brennbaren Lithium-Ionen-Batterien berichtet. Unter Berufung auf Unternehmenskreise hieß es, dass Boeing noch in dieser Woche diese Lösung präsentieren könnte. Der US-Flugzeugbauer hoffe, so die Flugerlaubnis für sein Prestigemodell wiederzubekommen, hieß es weiter.

Zehnpunkteplan für Flugaufsicht?

Das „Wall Street Journal“ berichtet wiederum am Mittwoch, Boeing könnte schon am Freitag den US-Luftfahrtaufsehern Vorschläge unterbreiten, wie die Brandgefahr beseitigt werden könne. Boeing wolle den Vertretern der Luftfahrtbehörde FAA bei einem Treffen einen Zehnpunkteplan vorlegen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Zu den Vorschlägen zähle die Anbringung eines feuerfesten Gehäuses um die Batterien. Langfristig solle das Batteriedesign geändert werden, kurzfristig sollten die Checklisten für die Piloten vor dem Start erweitert werden. Die Gespräche könnten sich allerdings noch eine ganze Weile hinziehen.

Optimismus bei Air India

Auch Air India zeigte sich am Mittwoch optimistisch, die 787-Maschinen bald wieder nutzen zu können. „Sie haben gesagt, dass diese Flugzeuge ab Anfang April wieder fliegen. Sie können zwar nicht ganz sicher sein, sind aber zuversichtlich“, sagte Air-India-Verwaltungsratschef Rohit Nandan. Air India hat sechs „Dreamliner“ in seiner Flotte und 21 weitere bestellt.

Seit Entzug der Starterlaubnis liefert Boeing keine „Dreamliner“ aus. Wenn diese nach Behebung der Probleme wieder erteilt wird, muss Boeing mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Dann werde man sich Gedanken über notwendige Entschädigungen machen, kündigte Nandan an. Die bisher größten „Dreamliner“-Kunden sind All Nippon Airways und Japan Airlines. Sie wissen nach eigenen Angaben nichts von dem Versuch, bis April wieder eine Starterlaubnis für die „Dreamliner“ zu erhalten.

United Airlines satteln um

Wenig Zuversicht auch bei der US-Fluggesellschaft United Airlines, was eine baldige Aufhebung des internationalen Flugverbots für das Großraumflugzeug betrifft. United überarbeite seine Flugpläne, um seine sechs Maschinen vom Typ 787 bis zum 30. März durch andere Flieger zu ersetzen, teilte Unternehmenssprecherin Christen David am Dienstag in einer E-Mail mit. Wenn absehbar sei, wie lange die „Dreamliner“-Maschinen noch am Boden bleiben müssten, würden „weitere Anpassungen“ vorgenommen, so David weiter.

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