Zahlreiche Konfliktherde
Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind in Pakistan allein in den letzten Tagen Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Ziel der Angriffe war zuletzt ein Universitätsbus im Südwesten des Landes: Mehrere Menschen starben, über 40 wurden verletzt.
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Bei den Opfern handle es sich hauptsächlich um schiitische Studenten, teilte die Polizei mit. Bei der Explosion am Stadtrand von Quetta nahe der afghanischen Grenze starben drei Studenten und ein Fußgänger. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

APA/EPA/Musa Farman
In Quetta gab es bei einem Anschlag vier Tote und über 40 Verletzte
In Quetta waren erst vor anderthalb Wochen bei einem Anschlag auf eine Koranschule 15 Menschen getötet worden. Quetta ist die Hauptstadt der öl- und gasreichen Provinz Baluchistan, die an den Iran und Afghanistan grenzt. Die Region ist häufig Schauplatz von Gewalt zwischen der Bevölkerungsmehrheit der Sunniten und der schiitischen Minderheit. Auch Islamisten und andere Aufständische verüben immer wieder Anschläge.
Autobombe denotiert auf Basar
Nur kurz zuvor waren bei zwei Sprengstoffanschlägen im Nordwesten Pakistans mindestens 33 weitere Menschen gestorben. Bei der Detonation einer Autobombe auf einem belebten Basar im Stammesgebiet Khyber an der afghanischen Grenze starben am Samstag nach Angaben des privaten Rettungsdienstes Edhi 27 Menschen. Mehr als 60 weitere Menschen wurden verletzt.
In der Nacht auf Sonntag wurde etwa 80 Kilometer entfernt im Distrikt Kohat ein weiterer Anschlag auf eine Polizeipatrouille verübt. Vier Polizisten und zwei Zivilisten seien getötet worden, als ein in einem Handkarren versteckter Sprengsatz detonierte, sagte ein Polizeisprecher. Acht Menschen seien verletzt worden.
Taliban bekennen sich zu Anschlag
Die pakistanischen Taliban (TTP) bekannten sich zu dem Anschlag auf die Polizei in Kohat. Ein TTP-Sprecher wies aber jede Verantwortung für den Anschlag auf dem Basar in Khyber zurück. In Khyber kämpfen rivalisierende radikalislamische Gruppen um die Vorherrschaft. Traditionell ist die Region eine Hochburg der militanten Gruppe Lashkar-e Islam, die durch die Kämpfe mit der Gruppe Tariq Afridi aber geschwächt ist.
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