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Erste Straßenlizenz für Roboterwagen

Die selbstfahrenden Autos des US-amerikanischen Technologiekonzerns Google bekommen freie Fahrt auf den Straßen des amerikanischen Wüstenstaats Nevada. Google bekam vom Transportministerium des US-Bundesstaates eine offizielle Lizenz für Testfahrten, wie die „Las Vegas Sun“ Anfang Mai berichtete.

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Verantwortliche des Ministeriums von Nevada ließen sich zum Auftakt der Testfahrten gleich selbst über den „Strip“, den berühmten Las Vegas Boulevard kutschieren. Die Auflage für die Lizenz lautete allerdings, dass jedes Fahrzeug mit einem Lenker, der jederzeit eingreifen könne, sowie einem Beifahrer unterwegs sein muss. Ein Google-Sprecher zeigte sich im Onlinedienst CNET überzeugt, dass die weitreichende Testerlaubnis die Entwicklung der Technik beschleunigen werde.

Von Street View gesteuert

Die mit vielen Sensoren ausgestatteten Roboterautos des Internetkonzerns haben seit 2010 bereits rund 200.000 Meilen (etwa 320.000 km) bei Testfahrten in Kalifornien zurückgelegt. Nur bei einem Bruchteil dieser Distanzen fuhren die Autos allerdings wirklich vollkommen autonom. Die Wagen sind mit Kameras, Radarsensoren und einem Lasermessgerät ausgerüstet. In den bisherigen Tests sind die Roboterautos nicht nur sicherer, sondern auch zügiger als menschliche Fahrer unterwegs gewesen.

Das Projekt zeigt, wie weit die Ambitionen von Google über das Internetgeschäft hinausgehen. Verantwortlich für die Entwicklung der Roboterautos ist Entwickler Sebastian Thrun, einer der Väter des umstrittenen Straßenatlasprojekts Google Street View. Die Roboterwagen greifen zur Orientierung auch zu einem Gutteil auf die Daten aus Street View zurück. Die Verbindung verschafft dem Konzern eine Monopolstellung auf dem Zukunftsmarkt.

Doppelt so viel Verkehr durch Roboter möglich?

In etwa sechs Jahren sollen die Roboterautos serienreif sein. Google-Entwickler gehen davon aus, dass die Straßen doppelt soviel Verkehr fassen könnten, wenn Computer statt Menschen die Fahrzeuge steuerten - ganz abgesehen von einer umweltfreundlichen Fahrweise. Außerdem seien Roboter am Steuer naturgemäß nie müde oder abgelenkt. Laut Angaben von Google gab es erst einmal einen Unfall mit einem Roboterauto - allerdings sei es zu diesem Zeitpunkt manuell gelenkt worden.

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