Ein paar Nullen zu viel bei Danske Spil
Zumindest für ein paar Stunden haben sich 302 dänische Lottospieler als Milliardäre gefühlt. Nach einer Ziehung Mitte März verschickte die Lottogesellschaft Danske Spil an 302 Gewinner kleinerer Beträge aus Versehen eine E-Mail mit Glückwünschen zu einer Milliardensumme.
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Lotteriesprecher Thomas Rörsig gab den blamablen Hacker wenig später zerknirscht zu. Einige seien nach der Mitteilung über die wahre Höhe ihres Gewinns enttäuscht gewesen, andere wütend, räumte er ein. „Ich kann sie gut verstehen, aber die meisten haben es gut aufgenommen“, sagte Rörsig. Als Grund für das Versehen nannte die Lotterie „menschliches Versagen“.
Interner Testlauf für Euromillionen als Grund
Erst später rückte er mit der ganzen blamablen Wahrheit heraus. Als Vorbereitung für die Einführung des Spiels Euromillionen mit seinen großen Gewinnen in Dänemark habe man intern für simulierte Großgewinne „ein paar Nullen dazugegeben. Diese Nullen sind dann irrtümlich rausgegangen.“ Auch bei Euromillionen werden aber keine Gewinne in jener Höhe ausgespielt, wie sie den dänischen Spielteilnehmern in den Mails versprochen wurden.
Die irrtümlich ausgeschickten Gewinnmails versprachen laut der Nachrichtenagentur Reuters einen Geldsegen zwischen einer und 280 Milliarden dänischer Kronen (37 Mrd. Euro). Tatsächlich lagen die Gewinne umgerechnet zwischen 26 und 53 Euro. Nicht wenige der vermeintlichen Gewinner sollen auf der Auszahlung des in der Mail versprochenen Gewinns bestanden haben. Die Lotterie überlegte laut eigenen Angaben, den Betroffenen eine geringfügige Entschädigungszahlung zukommen zu lassen.
Große Träume schnell zerplatzt
Zu den angeblichen Glückspilzen gehörte auch Flemming Dahl Jensen, den die Lottogesellschaft zunächst zu einem Gewinn von 28 Milliarden Kronen beglückwünscht hatte. „Mein Herz ist gesprungen, und ich habe an alle die Dinge gedacht, die ich mit dem Geld tun würde: mit der Familie in den Urlaub fahren, ein neues Haus kaufen, ein neues Auto ...“, sagte er dem dänischen Nachrichtenportal Nordjyske. Sein Traum vom Milliardär-Sein habe aber nur eineinhalb Stunden lang gedauert.
Gegenüber dem Sender Euronews machte sich der Leider-nein-Milliardär noch mehr Luft: „Das ist amateurhaft, so eine Mail zu versenden. Sie spielen mit den Emotionen von Menschen und schicken sie auf eine Hochschaubahn. Für jemanden mit einer Herzkrankheit hätte so etwas tödlich sein können.“ Lotteriesprecher Rörsig betonte einigermaßen fassungslos, noch nie sei auch nur ein Fehler annähernd dieser Art bei Danske Spil geschehen, und fügte hinzu: „Und ich hoffe, es passiert auch nie wieder.“
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