133 Millionen Kilometer zurückgelegt
21 Jahre lang hat der Assistenzeinsatz des Bundesheeres gedauert. In dieser Zeit wurde einiges an Essen, Material und Treibstoff verbraucht. Dank der militärischen Leidenschaft für Statistiken lässt sich der Einsatz anschaulich in Zahlen gießen.
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Es wurden 55.000 Tonnen Essen, davon 26 Millionen Semmeln, und vier Mio. Rollen Klopapier verbraucht. 133 Millionen Kilometer wurden verfahren und fast 91.000 illegale Grenzgänger aufgegriffen.
356.000 Soldaten im Einsatz
Von September 1990 bis Ende 2011 waren fast 356.000 Soldaten im Einsatz. In Summe war das Bundesheer 1.112 Wochen bzw. 7.784 Tage an der Grenze. An jedem einzelnen dieser Tage mussten die Soldaten selbst, das Essen, die Post und jedes Ersatzteil zum Einsatzort transportiert werden. Immerhin wurden im Assistenzeinsatz 55.000 Tonnen Essen verbraucht, darunter 26 Millionen Semmeln.
Beim Transport dieser Waren wurden 133 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das entspricht 3.324 Umrundungen des Äquators. Mit den verbrauchten vier Mio. Rollen Klopapier könnte man den Äquator dreimal umwickeln. Der Treibstoffverbrauch betrug hochgerechnet fast eine Million Liter pro Jahr.
1.700 Unfälle
Die verfahrenen Kilometer waren nicht immer unfallfrei. Es gab über 1.700 Unfälle, der Großteil davon (1.300) durch Eigenverschulden. Dabei wurden über 300 Menschen verletzt und fünf getötet. Zwei der Todesopfer waren Zivilisten. Insgesamt starben 50 Soldaten im Assistenzeinsatz, rund die Hälfte durch Selbstmord.
Insgesamt haben die Soldaten 90.648 illegale Grenzgänger aus zumindest 111 Ländern aufgegriffen. Rund 75.000 davon kamen aus lediglich einem Dutzend Ländern: die Masse aus Rumänen, den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, aus Afghanistan und Ex-Jugoslawien. 12.700 stammten aus weiteren 99 Staaten. Bei knapp 3.000 war die Identität für die österreichischen Behörden nicht feststellbar bzw. verifizierbar.
230 Millionen Euro an Zusatzkosten
Für die Unterbringung der Soldaten, etwa zur Neuerrichtung bzw. Anpassung von Objekten, wurden jährlich zwischen 100.000 und einer Million Euro ausgegeben. Darüber hinaus erforderte die Erhaltung der Infrastruktur jährlich ungefähr 100.000 Euro. Der jährliche Gesamtaufwand an Mieten und Betriebskosten betrug etwa 2,4 Millionen Euro. Das entsprach etwa 3,50 Euro pro Soldat und Tag. Insgesamt verursachte der Einsatz dem Bundesheer 230 Millionen Euro an Zusatzkosten neben dem Normalbetrieb.
Zum Schutz gegen Wind, Regen und Schnee wurden Zollwachhütten übernommen und für eine bessere Übersicht Container und Hochstände errichtet. Am Ende des Assistenzeinsatzes direkt an der Grenze 2007 verfügte das Bundesheer über drei Beobachtungscontainer, 146 Zollwachhütten und 55 Hochstände.
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