Teil der Biennale von Venedig
Das Filmfest in Venedig gilt als ältestes Filmfestival der Welt, das noch immer an seinem Ursprungsort stattfindet. Es wurde 1932 gegründet und zählt wie Cannes und Berlin zu den A-Festivals, aus Sicht der Filmbranche also zur Oberklasse der internationalen Wettbewerbe.
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Hauptpreis ist der Goldene Löwe, eine Figur, die wie die Goldene Palme in Cannes und der Goldene Bär in Berlin an das Stadtwappen angelehnt ist. Der Legende nach geht die Gründung des Filmfests auf die kommerzielle Idee des italienischen Grafen Guiseppe Volpi zurück. Er war der Besitzer des Hotels „Excelsior“ am Lido und soll nach einer Möglichkeit gesucht haben, die sommerliche Touristensaison zu verlängern. Belegt ist, dass es im August 1932 eine erste „Ausstellung von Filmkunst“ auf der Terrasse seines Hotels gab. Preise für die gezeigten Filme wurden damals noch nicht verliehen.
„Coppa Mussolini“
Von 1934 bis 1942 lief das Festival jährlich in Venedig. Unter den ersten gezeigten Filmen waren Clarence Browns „Anna Karenina“, „Der Kaiser von Kalifornien“ von und mit Luis Trenker und die Dokumentation „Olympia“ von Leni Riefenstahl. Der Hauptpreis hieß damals noch nach dem italienischen Diktator Benito Mussolini „Coppa Mussolini“.
Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Tradition der Festspiele. Danach fanden sie von 1946 bis 1968, 1971 und 1972, 1974 bis 1976 statt - ab 1979 dann wieder jedes Jahr. Der Goldene Löwe wird von einer jährlich wechselnden Festivaljury seit 1949 verliehen. Heute ist das Filmfest Teil der Biennale von Venedig, die unter anderem auch Musik, Theater und Architektur bietet.
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