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Kein Sprengstoff gefunden

Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Norwegen hat es am Sonntag in Oslo eine große Polizeiaktion gegeben. Ein Haus im Osten von Oslo wurde umstellt, mehrere Festgenommene wurden jedoch nach kurzer Zeit wieder freigelassen.

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Es habe keine Verbindung zu den Anschlägen gegeben, sagte die Polizei am Sonntagnachmittag der Nachrichtenagentur Reuters. Bei dem Einsatz im Osten der norwegischen Hauptstadt sei außerdem kein Sprengstoff gefunden worden.

Opferzahl steigt weiter

Die Polizeiaktion wurde in Gang gesetzt, während sich im Osloer Dom Überlebende der Anschläge, Angehörige von Opfern und die Königsfamilie sowie die norwegische Regierung zu einem Trauergottesdienst versammelten. Bei dem Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und dem Massaker auf der Insel Utöya kamen am Freitag 93 Menschen ums Leben.

Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen. Wie der TV-Sender NRK am Sonntagnachmittag berichtete, starb ein Schwerverletzter des Massakers auf der Fjordinsel Utöya am Sonntag im Krankenhaus. Weitere Opfer sind lebensgefährlich verletzt, mehrere Personen werden vermisst. Sie sind womöglich auf der Flucht ertrunken.

Das Ferienlager auf der norwegischen Insel Utoya

Reuters/TV2

Das Ferienlager für Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene auf Utöya

Zustimmung zu ärztlicher Untersuchung

Der geständige Täter soll nach den Anschlägen auf psychische Störungen untersucht werden. Sein Anwalt Geir Lippestad sagte der Nachrichtenagentur NTB am Sonntag in Oslo, Breivik habe sein Einverständnis zu einer ersten Untersuchung durch den zuständigen Polizeiarzt gegeben. Er wolle bei einem Hafttermin am Montag ausführlich über die Motive für die von ihm gestandenen Taten berichten, hieß es weiter. Einen Ausschluss der Öffentlichkeit wolle er dabei nicht.

Der Attentäter hatte am Samstag die Täterschaft bei beiden Anschlägen zugegeben. Er will sie allein ausgeführt haben. Am Freitag hatte er im Osloer Zentrum erst eine Autobombe explodieren lassen, die mindestens sieben Menschen tötete.

Danach fuhr er zum 40 Kilometer entfernten Tyrifjord, setzte als Polizist verkleidet auf die kleine Insel Utöya über und erschoss mit zwei legal erworbenen Waffen mindestens 86 Menschen in einem Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Das Massaker dauerte nach neuesten Berechnungen der Polizei 60 Minuten, ehe Anders B. sich Anti-Terror-Spezialisten der Polizei ergab. Der Polizeieinsatz hatte sich erheblich verzögert.

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