Kämpfe in der Innenstadt
Am Donnerstagvormittag haben sich die Gefechte zwischen Regierungstruppen und der Opposition im Jemen erneut auf den Flughafen konzentriert. Vor Bäckereien, Tankstellen und Banken bildeten sich lange Schlangen. Die USA forderten das nichtdiplomatische Botschaftspersonal und Familienangehörige zum Verlassen des Landes auf.
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US-Außenministerin Hillary Clinton rief zu einem sofortigen Ende der Kämpfe auf und drängte Saleh zum wiederholten Mal zum Amtsverzicht. Die USA hielten an ihrer Forderung zum Rücktritt von Machthaber Ali Abdullah Saleh fest. Die USA befürchten, dass ein Zusammenbruch des ohnehin schon finanziell angeschlagenen jemenitischen Staates die Sicherheit in der Region untergraben und auf den weltgrößten Erdölexporteur Saudi-Arabien übergreifen könnte.
Die Straßenschlachten waren am Montag ausgebrochen, nachdem Präsident Saleh erneut die Unterzeichnung eines Abkommens verweigert hatte, das seinen Rücktritt binnen eines Monats vorgesehen hätte. Im Jemen gibt es seit drei Monaten Demonstrationen gegen den langjährigen Staatschef. Saleh schloss am Mittwoch Konzessionen an seine Gegner aus.
Kämpfe in der Innenstadt
Indes wird die Hauptstadt Sanaa immer mehr zum Schlachtfeld. Seit Montag wurden nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 80 Menschen getötet. Bisher konzentrierten sich die Kämpfe vor allem auf das Gebiet um die Residenz des mit Saleh verfeindeten Stammesführers Scheich Sadik al-Ahmar im Innenstadtviertel Hasaba. Schießereien wurden aber am Donnerstag auch aus anderen Stadtteilen gemeldet. Im nördlichen Vorort Arhab stießen Regierungstruppen mit Kämpfern des Arhab-Clans zusammen.
Angesichts der eskalierenden Gewalt zog das US-Außenministerium alle nicht unbedingt für die Arbeit seiner Botschaft in Sanaa notwendigen Mitarbeiter ab, wie das Ministerium am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mitteilte. Auch Familienangehörige der Diplomaten und andere US-Bürger sollten demnach das Land verlassen. Vor Reisen in den Jemen wurde gewarnt. In Österreich gilt seit Anfang Mai eine Reisewarnung für den Jemen.
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