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Firma mit Verbindungen zu Gaddafi

Vier im Osten Libyens von Gegnern des Machthabers Muammar al-Gaddafi inhaftierte französische private Sicherheitsleute sind wieder frei. Sie seien von den Behörden in Bengasi zur ägyptischen Grenze gebracht und dort von französischen Konsularbeamten aus Kairo empfangen worden, teilte das französische Außenministerium am Samstag in Paris mit.

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Der Chef der vier ehemaligen Fallschirmjäger, Pierre Marziali, war am 11. Mai an einem Kontrollpunkt der Aufständischen in Bengasi erschossen worden. Marziali, Chef und Eigentümer der französischen Sicherheitsfirma SECOPEX, habe den Anti-Gaddafi-Behörden seine Hilfe beim Aufbau eines sicheren Transportkorridors für Geschäftsleute und Journalisten zwischen Kairo und Bengasi anbieten wollen, sagte sein Vize Robert Dulas in der Pariser „Liberation“.

Doppeltes Spiel

An sich gilt aber genau diese Strecke als ziemlich sicher. Zugleich gab Dulas zu, sein Unternehmen sei auch in Verbindung zum Regime gestanden, habe für dieses aber keine nachrichtendienstlichen Aufgaben versehen. Nach Darstellung der Übergangsregierung in Bengasi seien die fünf bewaffneten Franzosen mit „feindseligen Absichten“ gekommen. Die Beziehungen zwischen den Aufständischen und dem offiziellen Frankreich sind exzellent, nachdem Paris als Erstes den Übergangsrat in Bengasi als einzige legitime Vertretung Libyens anerkannt hatte.

südafrikanisch-österreichischer Fotograf Anton Hammerl

APA/EPA/Unai Aranzadi

Am 4. April rief Anton Hammerl zuletzt per Skype aus Libyen an.

Südafrikanisch-österreichischer Fotograf getötet?

Weiter Unklarheit herrscht über das Schicksal des seit mehr als sechs Wochen in Libyen vermissten südafrikanisch-österreichischen Fotografen Anton Hammerl. Die in Großbritannien lebende Familie des 41-Jährigen geht aufgrund von Augenzeugenberichten freigelassener Journalisten davon aus, dass er nicht mehr am Leben ist. Die Familie hatte mitgeteilt, Hammerl sei „von Gaddafis Truppen an einem äußerst abgelegenen Ort in der libyschen Wüste angeschossen“ worden. Augenzeugen hätten berichtet, dass seine Verletzungen so schwer gewesen seien, „dass er nicht ohne medizinische Betreuung hätte überleben können“.

Laut dem Sprecher des österreichischen Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, schilderten die Journalisten, die sich zum Zeitpunkt ihrer Festnahme Anfang April bei Hammerl befanden, gegenüber der österreichischen Botschafterin, dass in von Gaddafi-Truppen gehaltenem Territorium auf sie geschossen worden sei. Das letzte Mal, als sie Hammerl gesehen hätten, sei er verletzt zurückgeblieben. Sie selbst seien weggebracht worden und hätten ihm nicht helfen können.

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