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Mehr als ein Charity-Event

Vor dem Feiern ist die Botschaft des Wiener Life Balls im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Bei einer Pressekonferenz in der Wiener Innenstadt unterstrichen internationale Stars wie US-Sängerin Janet Jackson und Schauspielerin Brooke Shields die Wichtigkeit des Projekts und der Hilfe für Aids-Kranke.

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„Ich bin sehr froh, hier zu sein und das Projekt unterstützen zu können“, erklärte Jackson. Organisator Gery Keszler betonte in einer emotionalen Ansprache, mit seiner Veranstaltung alle gesellschaftlichen Schichten ansprechen zu wollen, damit „niemand mehr vor dieser Krankheit wegschauen kann“.

Brooke Shields’ „Herzensangelegenheit“

Jackson, die als Vertreterin der US-Aids-Forschungsstiftung amfAR - The Foundation for AIDS Research nach Wien angereist war, sprach davon, dass „wir alle in der einen oder anderen Weise von Aids betroffen sind“. Täglich würden 5.000 Personen an der Krankheit sterben und auch die Sängerin habe bereits enge Freunde an die Immunschwächekrankheit verloren.

„Ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht genug tun kann im Kampf gegen Aids“, meinte Jackson, die ihren Hit „Together Again“ ihren verstorbenen Bekannten widmete. Eine „Herzensangelegenheit“ war der Besuch beim Life Ball auch für die amerikanische Schauspielerin Brooke Shields. „Ich wurde schon oft eingeladen, aber leider ist sich ein Besuch bis jetzt nie ausgegangen“, so die Aktrice.

Hoffen auf gesellschaftlichen Wandel

Der Life Ball könne einen „großen Wandel“ innerhalb der Bevölkerung bewirken, um gegen die Krankheit anzukämpfen und Bewusstsein zu schaffen, so Shields. „Mehr als 50 Prozent der neuen Fälle entstehen durch Drogenkonsum, und da gibt es noch viel Ignoranz“, sagte die Schauspielerin, die im Rahmen der Eröffnung den „Crystal of Hope“ an Anya Sarang, die Präsidentin der Andrey-Rylkov-Stiftung für Gesundheit und soziale Gerechtigkeit, überreichte.

Der Direktor des UNO-Aids-Programms UNAIDS, Michel Sidibe, betonte, dass es beim Life Ball nicht nur darum gehe, „das Leben zu feiern, sondern eine soziale Bewegung zu starten“. Während das Sammeln von Hilfsgeldern sehr wichtig sei, müssten auch „Brücken gebaut werden“, um die Ausgrenzung zu stoppen. Auch 30 Jahre nach der Entdeckung des HI-Virus würden noch immer Millionen Menschen auf eine Behandlung warten.

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