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„The Suburbs“ bestes Album

Die Gala zur Verleihung des Musikpreises Grammy ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen: Die Auszeichnung in der Königskategorie „Bestes Album des Jahres“ ging an die kanadische Indie-Rock-Gruppe Arcade Fire. Die Band aus Montreal erhielt die begehrteste aller Musiktrophäen in der Nacht auf Montag in Los Angeles für ihre Platte „The Suburbs“.

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Sie setzte sich damit gegen Favoriten wie die Popexzentrikerin Lady Gaga und den Rapstar Eminem durch. Auch die Country-Gruppe Lady Antebellum und Teenie-Star Katy Perry waren in der Kategorie nominiert. Großer Abräumer der Grammy-Verleihung waren Lady Antibellum. Sie erhielten gleich vier der begehrtesten Musikpreise der Welt für ihr Stück „Need You Now“ - als Song und als gleichnamige Platte. Die Band aus Nashville hatte sich vor nicht einmal fünf Jahren gebildet.

Die Abräumer ...

„Need You Now“ wurde in gleich zwei der drei wichtigen Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des Jahres 2010. Damit wurden einmal die Interpreten und einmal Komponisten und Texter des Liebesliedes geehrt - jeweils das Trio aus Tennessee. Der Titel - nicht hundertprozentig Country, sondern sehr poppig - bekam auch noch die Preise als bester Country-Song und beste Country-Darbietung.

Die Gruppe "Lady Antebellum" mit ihren Grammys

AP/Jae C. Hong

Lady Antebellum mit den Trophäen

Lady Gaga bekam drei der kleinen goldenen Grammofone, ansonsten enttäuschten die Favoriten: Eminem ging, obwohl zehnmal nominiert, nur mit zwei Trophäen nach Hause, Justin Bieber und Katy Perry sogar gänzlich mit leeren Taschen.

... und die Enttäuschungen

Beste Popsänger des Jahres wurden Lady Gaga und Bruno Mars. Die 24-jährige New Yorkerin bekam den Preis für „Bad Romance“ von ihrem Album „The Fame Monster“, der ein Jahr ältere Rhythm-and-Blues-Musiker aus Hawaii für „Just The Way You Are“. Mars war sechsmal nominiert, er bekam nur einen Preis. Eminem hatte sich nach Jahren der Krise eindrucksvoll zurückgemeldet, doch aus zehn Nominierungen wurden nur zwei Grammys. Perry legte wieder eine pompöse Bühnenshow hin, geehrt wurde sie nicht. Und auch Teenie-Star Bieber ist zwar gerade mit einem Konzertfilm außerordentlich erfolgreich und begeisterte zusammen mit Usher das Publikum in Los Angeles. Aber auch er ging ohne Preis nach Hause.

Beste Popgruppe wurde Train. Die drei erhielten für den eingängigen Song „Hey, Soul Sister“ den Preis als bestes Duo/beste Gruppe. „Danke, Justin Bieber, dass Du kein Duo und keine Gruppe bist“, sagte Sänger Patrick Monahan in Anspielung auf den 16 Jahre alten Mitfavoriten. Bester Rocksong wurde „Angry World“ von Neil Young, der im November 65 Jahre alt wurde. Aretha Franklin (68) wurde für ihr Lebenswerk geehrt.

Überraschung in Newcomer-Kategorie

Als musikalische Newcomerin des Jahres wurde die Sängerin und Jazz-Bassistin Esperanza Spalding geehrt. Das 26-jährige Multitalent von der US-Westküste setzte sich unter anderen gegen Bieber durch. Die Musikerin, die sich im Jazz-Bereich einen Namen gemacht hat, zeigte sich völlig überrascht über die Auszeichnung. „Danke, dass Sie mich überhaupt in dieser Kategorie nominiert haben“, sagte sie. Es war das erste Mal seit 35 Jahren, dass der Newcomer-Grammy an einen Jazz-Musiker vergeben wurde. Nominiert waren in der Kategorie zudem noch der Sänger Drake sowie die Bands Florence & The Machine und Mumford & Sons.

Die Jazz-Sängerin Esperanza Spalding

AP/Jae C. Hong

Esperanza Spalding und das goldene Grammofon

Österreicher hatten das Nachsehen

Enttäuscht dürfte auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer sein. Gleich zwei der fünf Nominierungen für die beste Filmmusik lauteten auf den Namen des Frankfurters. Das Grammofon ging aber an Randy Newman für den Soundtrack zu „Toy Story 3“. Leer gingen auch der Arnold Schönberg Chor mit dem Ensemble Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt aus, die für „Bach: Cantatas“ für die beste Chordarbietung nominiert waren. Der einzige österreichische Beitrag bei der heurigen Grammy-Verleihung musste sich dem Chicago Symphony Chorus unter Riccardo Muti geschlagen geben. Der Grammy wurde heuer in 109 Kategorien vergeben.

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