Im Vorjahr aufgewertet
Allmählich wird es Routine: Zum fünften Mal binnen zwei Jahren findet von Donnerstag bis Freitag im südkoreanischen Seoul das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G-20 statt. In der Gruppe haben sich die größten Industrie- und Schwellenländer zusammengeschlossen, um sich in Fragen der Weltwirtschaft abzusprechen.
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Im vergangenen Jahr werteten die Staats- und Regierungschefs die G-20-Gruppe, die in den 90er Jahren als Forum für den informellen Meinungsaustausch auf Ministerebene gegründet worden war, zum „obersten Forum für unsere internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit“ auf. Diese Rolle hatte zuvor eher die G-8 eingenommen, der nur die sieben führenden Industrieländer (G-7) und Russland angehören.
G-20 vertreten zwei Drittel der Bevölkerung
In der Erweiterung um die wichtigsten Schwellenländer spiegelt sich der Aufstieg von Staaten in Asien und Lateinamerika in die erste Liga der Wirtschaftsmächte wider. Die G-20 machen zusammen zwei Drittel der Weltbevölkerung aus. Sie haben nach eigenen Angaben einen Anteil von rund 90 Prozent an der weltweiten Wirtschaftsleistung und von 80 Prozent am Welthandel.
Mitglieder der G-20 sind neben der Gruppe der G-7, bestehend aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den USA, Kanada und Japan, auch ein Dutzend weiterer Staaten: Russland, Australien, Türkei, China, Indien, Indonesien, Südkorea, Saudi-Arabien, Südafrika und die lateinamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien und Mexiko. Das zwanzigste Mitglied der G-20 ist kein Staat, sondern eine Staatengruppe: die Europäische Union.
Frankreich übernimmt 2011 Vorsitz
Der Vorsitz in der G-20-Gruppe wechselt jährlich, derzeit hat mit Südkorea erstmals ein asiatisches Land die Präsidentschaft inne. Nach dem Treffen in Seoul übernimmt Frankreich diese Aufgabe, dort findet damit auch der nächste G-20-Gipfel im Herbst 2011 statt.
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