Verlassen sich auf starke Marke
Kunden mit hohem verfügbaren Einkommen bilden im E-Commerce-Bereich zwar die wachstumsstärkste Zielgruppe, ausgerechnet viele Luxusmarken hinken bei ihren Onlineshops jedoch hinterher. Die Hersteller verließen sich häufig zu sehr auf ihre Markennamen, zeigt eine Studie von eMarketer.
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Viele Luxusmarken seien der Herausforderung nicht gewachsen und hätten es bisher nicht geschafft, ihren Kunden im Web das gleiche Einkaufserlebnis zu bieten wie in ihren Geschäftsfilialen, so das Ergebnis der Studie. Insbesondere eine Vorzugsbehandlung und „luxuriöses“ Service sind online vergleichsweise schwer zu vermitteln.
Dabei wird die Verbindung von Ladengeschäft und Internet im Einzelhandel immer wichtiger für den wirtschaftlichen Erfolg, wie der Consulter accenture und das Umfrageinstitut GfK aufzeigen. So steigt der Umsatz im Mehrkanalgeschäft bis 2015 um knapp 80 Prozent.
Nachzügler bei Onlineverkauf
Jeffrey Grau von eMarketer zufolge sind die Händler von Luxusartikeln beim Start angemessener Onlineangebote und Websites zu langsam, weshalb sie unter zunehmenden Druck geraten. Auch der Einstieg vieler Luxusmoderiesen ins E-Commerce-Geschäft erfolgte erst erstaunlich spät, wie die deutsche „Welt“ schreibt: Dolce & Gabbana und Versace eröffneten 2009 ihre Internetshops, im Sommer dieses Jahres folgte Prada und erst kürzlich etwa Gucci.
Dabei sorgt ihre Kundschaft nach Daten des Marktforschers comScore für die höchsten Ausgaben beim Onlineshopping. Verbraucher mit einem jährlichen Haushaltseinkommen von 50.000 bis 100.000 Dollar und die noch reichere Schicht mit über 100.000 Dollar machten im zweiten Quartal einen Anteil von 41 bzw. 37 Prozent der Ausgaben im Internet aus. Das Vermögen ist damit wohl eines der bedeutendsten demografischen Merkmale für die Betreiber von Webshops.
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