Zweites Standbein für Luxushersteller
Mit der deutschen Traditionsmarke Puma will der französische Luxusgüterkonzern PPR den Massenmarkt erobern. Um den fränkischen Sportartikelhersteller im Zentrum soll ein zweites Standbein rund um Sport und Lifestyle entstehen. „Ich habe die Absicht, um Puma ein Portfolio von Marken aufzubauen, die Puma ergänzen“, sagte PPR-Vorstandschef Francois-Henri Pinault am Montag in Herzogenaurach.
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Eine führende Rolle wird dabei der langjährige Puma-Chef Jochen Zeitz spielen. Er soll Leiter des neuen Unternehmensbereichs bei Pinault-Printemps-Redoute (PPR) werden.
Könnte Luxuslabels übertreffen
Der Umsatz dieser zweiten Säule könnte den des gewinnträchtigen Luxusbereichs mit den Marken Gucci, Yves Saint Laurent und Stella McCartney künftig gar übertreffen. In welchem Zeitraum das geschehen soll, verriet Pinault ebenso wenig wie welche „globalen, starken Marken“ er für Zukäufe im Visier hat. Allerdings kündigte er an, dass auch Puma selbst noch um kleinere oder mittlere Übernahmen ergänzt werden könnte.
Zugleich gab Pinault bekannt, dass die Puma AG ihre Rechtsform in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) umwandeln wird. Die Umstellung soll auf der Hauptversammlung im April 2011 beschlossen werden. Für den Vorsitz des Verwaltungsrats, der die bisherige Struktur aus Vorstand und Aufsichtsrat ersetzen soll, ist ebenfalls Puma-Chef Zeitz vorgesehen.
Neuer CEO gesucht
Der 47-Jährige wird seine bisherige Funktion als Vorstandschef so lange innehaben, bis ein neuer Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) für Puma gefunden wird. In einer SE verantworten geschäftsführende Direktoren das operative Geschäft. Gesucht werde „ohne Zeitdruck“, betonte Zeitz. Erst wenn es einen Nachfolger gebe, werde er seine neue Leitungsaufgabe bei PPR übernehmen. Dort wird Zeitz weiterhin für die Strategie Pumas als Kernmarke des neuen Unternehmensbereichs zuständig sein, sich aber auch um das Thema Nachhaltigkeit kümmern.
Keine Komplettübernahme geplant
PPR hält derzeit 71,6 Prozent der Anteile an Puma. Weitere Aktienkäufe seien denkbar, eine Komplettübernahme des im M-Dax gelisteten Unternehmens aber nicht geplant, betonte Pinault. Die Umwandlung in eine SE (Societas Europaea) begründete er mit der flexibleren Managementform und dem hohen Ansehen als moderne Unternehmensform auf den Finanzmärkten.
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