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Biogasturbinen für Stromerzeugung

Abfällen kommt bei der Energiegewinnung eine immer größere Bedeutung zu. Auch, aber nicht nur, aus einem wachsenden ökologischen Bewusstsein heraus. Neue Technologien ermöglichen es, Müll für die Energiegewinnung immer effizienter zu nutzen.

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Bei der Zersetzung organischer Abfälle entsteht etwa das brennbare Gas Methan, das als Bestandteil von Biogas Energie liefert. Zur Energiegewinnung via Biogas eignen sich auch Gülle bzw. Tiermist. Das zum US-Konzern General Electric (GE) gehörende Tiroler Unternehmen GE Jenbacher entwickelt dafür geeignete Anlagen. Eine solche läuft seit dem Vorjahr in der Ukraine im ersten derartigen Biogaskraftwerk des Landes. Dort, in der Nähe von Kiew, wird der Mist von rund 4.000 Kühen genutzt.

Günstig für CO2-Bilanz

Die Anlage der Ukrainian Milk Company Ltd., die aus Kuhdung gewonnenes Biogas als Treibstoff verwendet, bringe jährliche Emissionseinsparungen von rund 18.000 Tonnen CO2-Äquivalent, teilte Jenbacher bei einer Zwischenbilanz zu dem Projekt im Sommer mit.

Täglich 120 Tonnen Dung

Die 4.000 Kühe des auf die Herstellung von Babynahrung spezialisierten Unternehmens produzieren täglich rund 120 Tonnen Dung, aus dem durch anaerobe (ohne Luftzufuhr) Vergärung Biogas gewonnen wird. Die Anlage hat eine Leistung von 686 Kilowatt (kW) Wärme und 625 kW Strom, das etspricht dem Bedarf von rund 2.000 ukrainischen Haushalten. „Die Entsorgung und Aufbereitung von Biomüll ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Abfallindustrie,“ erklärte Jenbacher.

Strom aus Müll auf Bali

Gasmotoren des Tiroler Unternehmens werden weltweit in Biogasprojekten eingesetzt. Auf Bali (Indonesien) erzeugt eine Anlage von Jenbacher Energie, indem (klimaschädliches) Methan aus organischen Abfällen verwertet wird und die anorganischen Stoffe wie Plastik verbrannt werden.

Auf der Deponie wird zunächst der organische Müll vom Rest getrennt. Vom organischen Anteil, der aus Essensabfällen oder sonstigem verrottenden Material besteht, wird dann das Methan abgeschöpft und in einem Gasmotor verbrannt. Der Rest wird in einer anderen Maschine verfeuert, wodurch acht bis zehn Megawatt Strom pro Tag erzeugt werden.

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