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Gravierende Zunahme in den letzten 25 Jahren

Die Österreicher werden größer und schwerer. Neben der Körpergröße und dem Gewicht hat sich in den vergangenen 30 Jahren aber auch der Körperfettanteil in allen Altersstufen erhöht. „Dramatisch“ ist die Entwicklung bei den Kindern. Obwohl nur ein kleiner Ausschnitt der Altersgruppe der Zehn- bis Zwölfjährigen untersucht wurde, sind die Ergebnisse alarmierend.

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Allein in den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Übergewichtigen in dieser Altersgruppe um 20 Prozent, so eine Studie des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB Austria), die vergangene Woche präsentiert wurde. An Wiener Sportmittelschulen wurden von 2004 bis 2006 1.100 Kinder vermessen, jedes Vierte hatte einen Körperfettanteil von mehr als 20 Prozent.

Bei erneuten Untersuchungen im heurigen Jahr stellte sich dann heraus, dass der Anteil der Normalgewichtigen seit 2006 von 52 auf 34 Prozent gesunken und jener der Übergewichtigen von 24 auf 44 Prozent gestiegen ist. Statt jedem vierten ist nun fast jedes zweite Kind - und das in einer an sich vermutlich überdurchschnittlich trainierten Gruppe - übergewichtig, betonte Alena Kos vom ISMB, die für die Vermessungen im Rahmen der Studie verantwortlich war.

Junge immer größer

Rund 15.000 Personen (73 Prozent davon männlich), vom Nicht- bis zum Leistungssportler, wurden in den vergangenen 25 Jahren für die Untersuchung einer Körpervermessung unterzogen. Im Vergleich mit dem Jahr 1980 wurden die verschiedenen Altersgruppen bei den Männern um je zwei Zentimeter größer und vier Kilogramm schwerer. Der Körperfettanteil stieg bei den 18- bis 25-Jährigen von 13 auf 16 Prozent, bei den 55- bis 60-Jährigen gar von 17 auf 21 Prozent.

Junge Frauen sind der Statistik nach heute um sechs Zentimeter größer und fünf Kilogramm schwerer als vor 30 Jahren, der Körperfettanteil stieg um drei Prozent. In der Gruppe der 55- bis 60-Jährigen ist der Anstieg bei Gewicht und Größe geringer, der Fettanteil erhöhte sich dafür um vier Prozent.

„Mit 30 bekommen wir wieder Babyspeck“

Mit zunehmendem Alter werden die Menschen außerdem immer schwerer. Im Vergleich aller Altersklassen gibt es nur eine Gruppe, in der der Fettanteil sinkt - bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 25 Jahren. Das sei bedingt durch Wachstum und Pubertät, erklärte Kos. Danach verlangsame sich aber bereits der Stoffwechsel, und die Aktivität werde geringer: „Mit 30 Jahren bekommen wir wieder Babyspeck“, verwies sie auf die mit 15 bis 19 Prozent gleichen Fettanteile der Gruppen der Zehn- bis Zwölf- und 30- bis 35-Jährigen.

Gesundheitliche Probleme immer früher

„Wir entwickeln eine kranke Gesellschaft“, bilanzierte Hans Holdhaus, Direktor des IMSB. Gesundheitliche Probleme, die früher mit 60 bis 80 Jahren auftraten, würden bald mit 30, 40 oder spätestens 50 Jahren in Erscheinung treten, meinte er. Anstelle eines Ernährungs-habe die Gesellschaft vielmehr ein Bewegungsproblem, denn sportliche Betätigung könne viele Ernährungsmängel ausgleichen. Mehr dazu in oe1.ORF.at

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