Schon seit Jahren Informanten
Der US-Geheimdienst CIA bezahlt einem Zeitungsbericht zufolge mehrere Vertreter der afghanischen Regierung von Präsident Hamid Karzai. In vielen Fällen flössen die Gelder schon seit Jahren, um an Informationen zu gelangen.
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Die „Washington Post"( beruft sich in ihrem Bericht vom Freitag auf mehrere amtierende und ehemalige US-Regierungsvertreter. Die vom Geheimdienst bezahlten Regierungsvertreter seien entweder direkte Informanten oder potenzielle Ansprechpartner, sagte ein ehemaliger US-Beamter, der anonym bleiben wollte. CIA-Sprecher Paul Gimigliano wies die Aussagen der Zeitung zufolge zurück: "Diese anonyme Quelle wird anscheinend von Unwissenheit oder Bösartigkeit oder von beidem geleitet.“
Info-Beschaffung für USA
Ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter sagte dagegen, die Zahlungen seien notwendig, da Karzai nicht alles erzähle und anscheinend in vielen Fällen selbst nicht über seine Regierungsmitglieder Bescheid wisse.
Laut „Washington Post“ sind die Zahlungen trotz Bedenken über die Korruption im Land nicht eingestellt worden. US-Präsident Barack Obama hatte von Karzai noch in diesem Jahr ein härteres Vorgehen gegen die Korruption gefordert. Im Dezember will sich Obama des Themas bei der Überprüfung der Afghanistanstrategie noch einmal annehmen.
Die „New York Times“ berichtete am Donnerstag, dass einer von Karzais Sicherheitsberatern, gegen den wegen Bestechung ermittelt wird, von der CIA bezahlt wird. Auch Karzais Halbbruder werden Verbindungen zur CIA nachgesagt.
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