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„Niemand rief die Polizei“

Der fliegende Esel über dem Asowschen Meer in der südrussischen Region Krasnodar hat Strandbesucher in Aufruhr versetzt. Das Tier segelte, gebunden an einen Fallschirm, in Richtung Strand. Vor Panik schreiend landete der Esel im Meer. Lokalen Medienberichten zufolge wurde er bei der Landung mehrere Meter am Wasser entlanggeschleift.

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„Der Esel schrie und Kinder weinten“, berichtete die regionale Polizeisprecherin Larisa Tuschkowa am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP über den Vorfall, der sich bereits vergangene Woche in dem russischen Dorf Golubizkaja ereignet hatte. „Aber niemand hatte die Idee, die Polizei zu rufen“, kritisierte sie. Vielmehr hätten die Badegäste fotografiert, gefilmt und lokale Medien über die Ereignisse am Himmel informiert.

Der Esel war mit dem Fallschirm von einem Motorboot in die Höhe gerissen worden. Erst nach einer halben Stunde sei der Esel wieder heruntergelassen und dann zum Strand gezerrt worden, berichteten russische Medien.

Esel an einem Fallschirm

AFP/Taman News

Der für einen Strand werbende fliegende Esel

Für Privatstrand werben

Mehrere Unternehmer wollten für einen privaten Strand werben und durch den Esel weitere Badegäste aufmerksam machen. Die Aufmerksamkeit konnte ihnen das Tier schon bringen, nun ermittelt allerdings die Polizei gegen die Verantwortlichen. Sie könnten wegen Tierquälerei zur Rechenschaft gezogen werden. Ihnen drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Der schwer angeschlagene Esel flog offenbar so hoch, dass Kinder weinten und ihre Eltern fragten, warum ein Hund an den Fallschirm gebunden sei, berichtete die lokale Zeitung „Taman“. Dieser Zwischenfall sei überwältigend - auch in einem Land, wo Tierquälerei weit´verbreitet sei. „Das ist noch nie zuvor geschehen“, schrieb die Zeitung.

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