Nach tödlichem Streit: Chemnitz „erschrocken“ über Demos
Nach einem tödlichen Streit in Chemnitz in Deutschland hat sich die Stadt besorgt über spontane Demonstrationen Hunderter Menschen gestern im Stadtzentrum gezeigt. „Wir sind erschrocken über die Menschenansammlungen, die passiert sind“, sagte Stadtsprecher Robert Gruner am Abend. Man habe friedlich miteinander das Jubiläum der Stadt feiern wollen.
Derzeit würden vier Anzeigen bearbeitet, darunter seien zwei wegen Körperverletzung, eine wegen Bedrohung sowie eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, teilte die Polizei mit.
„Bild“: „Gewaltbereite Rechte“ unter Demonstrierenden
Wie die „Bild“ berichtete, waren unter den Demonstrierenden „gewaltbereite Rechte“, die gegen Ausländerkriminalität protestierten und Sprüche wie „Wir sind das Volk“ skandierten. Die Stadt beendete aus Sicherheitsbedenken vorzeitig ihr Stadtfest.
Es habe sich gezeigt, dass es richtig war, das Stadtfest vorzeitig abzubrechen, so der Sprecher. Statt um 20.00 Uhr endete das Fest bereits um 16.00 Uhr. Grund waren laut seinen Angaben Sicherheitsbedenken. Zunächst hatte man Pietätsgründe angegeben.
Hintergrund ist der Tod eines 35-jährigen Deutschen nach einem verhängnisvollen Streit zwischen Menschen mehrerer Nationalitäten in der Nacht auf gestern nach dem Chemnitzer Stadtfest.