Bundesheer bekommt zusätzliche Black Hawks
Das Bundesheer bekommt zusätzliches Geld für neue Hubschrauber und Fahrzeuge. Unter dem Titel „Katastrophenschutzpaket“ beschloss die ÖVP-FPÖ-Regierung heute im Ministerrat ein entsprechendes Sonderinvestitionsbudget für das Heer. Das Bundesheer erhält dafür einen höheren dreistelligen Millionenbetrag, wie es aus dem Verteidigungsministerium heißt.
Mit den zusätzlichen Mitteln soll zum einen die Black-Hawk-Staffel der Luftstreitkräfte von neun auf zwölf Stück aufgestockt werden. Man erreiche damit erstmals volle Staffelstärke, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

ORF.at/Christian Öser
Der Sikorsky-Helikopter gilt als besonders zuverlässiger und vielseitiger Mehrzweckhubschrauber, der auch im Hochgebirge und bei schlechten Wetterbedingungen einsatztauglich ist. In Österreich ist vielen der Rettungseinsatz beim Lawinenunglück in Galtür 1999 in Erinnerung. Damals halfen die US-Streitkräfte Österreich mit Black Hawks aus.
Problem mit Ersatzteilen
Neben dem Ankauf weiterer Black Hawks einigte sich die Regierung auch auf die Anschaffung von Nachfolgemodellen für die derzeit 21 Alouette-III-Hubschrauber, die seit 1968 beim Bundesheer im Einsatz sind. Die alten Alouettes sind zwar grundsätzlich noch Jahre flugtauglich, Probleme gibt es aber mit den Ersatzteilen, die langsam rar werden, weil kaum eine Armee auf der Welt diesen Helikopter noch fliegt.
Stationiert sind die Helikopter in Aigen im Ennstal. Mit dem Ankauf der Nachfolgemodelle dürfte auch der Stützpunkt in der Steiermark gesichert sein - für Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ), der 2020 als FPÖ-Spitzenkandidat bei der steirischen Landtagswahl antreten wird, ein angenehmer Nebeneffekt. Wie viel diese Investition kostet, wollte Kunasek auf mehrmalige Nachfrage nicht sagen. Nach APA-Informationen dürfte es um rund 400 Mio. Euro Sonderbudget gehen, Kunasek hatte immer wieder von 300 Mio. Euro gesprochen.
30 Mio. Euro für Fahrzeuge
Auf dem Boden geht es unterdessen um ein geländegängiges Fahrzeug als Nachfolger für die Pinzgauer sowie um neue Lkws. Auch in der restlichen Fahrzeugflotte herrsche aufgrund des jahrelangen Spardrucks im Heer Aufholbedarf, sodass auch die kommende Beschaffung wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein dürfte, wie es heeresintern heißt. Im Zuge der Sonderinvestition sollen nun laut Verteidigungsministerium 30 Millionen Euro für den Ankauf von Fahrzeugen zur Verfügung stehen.