Pensionserhöhung ab Jänner 2019 sozial gestaffelt

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Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2019 sozial gestaffelt angehoben. Bis zu einer Höhe von 1.115 Euro gibt es ein Plus von 2,6 Prozent. Davon profitieren rund 1,1 Millionen oder rund die Hälfte der Pensionisten und Pensionistinnen. Je höher der Pensionsbezug ist, desto geringer fällt die Anpassung aus, bis zur ASVG-Höchstpension wird die Inflation von 2,0 Prozent abgegolten. Das beschließt die Regierung heute im Ministerrat.

Eine Grafik zeigt die Pensionserhöhungen ab Jänner 2019

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/Statistik Austria/Pensionistenverband

Für Pensionen zwischen 1.115 (ASVG-Medianpension) und 1.450 Euro wird die Erhöhung von 2,6 Prozent auf die Inflationsanpassung von 2,0 Prozent abgeschliffen. Von 1.450 bis zur ASVG-Höchstpension von 3.402 Euro wird die Inflation von 2,0 Prozent abgegolten. Für darüber liegende Pensionen gibt es einen monatlichen Fixbetrag von 68 Euro.

Regierungsspitze zufrieden

Die Kosten für das Budget werden von der Regierung mit „knapp über einer Milliarde Euro“ angegeben. Die Regierungsspitze zeigte sich schon im Vorfeld des Beschlusses zufrieden: „Mit dieser Pensionserhöhung setzen wir ein klares Zeichen an alle Bezieher von kleinen und mittleren Pensionen. Sie sind die Hauptbetroffenen der steigenden Preise und sollen daher besonders von der Pensionsanpassung profitieren“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) betonte, dass die Pensionisten und Pensionistinnen dieser Regierung „immens wichtig“ seien. „Sie haben es sich verdient, ihren Lebensabend in Würde verbringen zu können.“ Die Regierung verwies darauf, dass die Pensionserhöhungen der letzten acht Jahre im Schnitt bei 1,6 Prozent gelegen seien, während die Inflation durchschnittlich 1,9 Prozent ausgemacht habe.

Der SPÖ-Pensionistenverband (PVÖ) lehnt die Pläne der Regierung ab. Die Regierung habe kein Wort mit den Pensionistenvertretern gesprochen, „geschweige denn verhandelt“, so PVÖ-Präsident Peter Kostelka.