Rückschlag für Neue Seidenstraße: Malaysia sagt Projekte ab

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China muss beim Bau seiner Neuen Seidenstraße einen Rückschlag hinnehmen: Wie malaysische Medien heute berichteten, habe das Land einer milliardenschweren Bahnstrecke und anderer von China finanzierter Projekte einen Riegel vorgeschoben.

Für Peking ist die Vernetzung mit Malaysia ein wichtiger Bestandteil seiner Neuen Seidenstraße. Im Zuge dieses gewaltigen Infrastrukturprojekts sollen neue Wirtschaftskorridore von China nach Europa und Afrika entstehen.

Jetzt unterrichtete Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad die chinesische Führung während Gesprächen in Peking vom Ende der Zusammenarbeit. Betroffen sind neben einer etwa 20 Milliarden US-Dollar (17,5 Mrd. Euro) teuren Bahnverbindung, die mit chinesischen Krediten und Staatsfirmen gebaut werden sollte, auch zwei Pipelines im Wert von 2,3 Mrd. US-Dollar. Die Projekte waren schon zuvor ausgesetzt worden.

Warnung vor Schuldenfalle

Der Regierungschef sagte den Berichten zufolge, sein Land könne es sich nicht leisten, so viel Geld zurückzuzahlen. Auch brauche Malaysia diese Projekte derzeit nicht. Der Bau sei zwar zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich, derzeit konzentriere man sich aber auf die Reduzierung der Staatsschulden.

Kritiker der Neuen Seidenstraße mahnen jedoch, dass die vor allem von China finanzierten Projekte zu einer Schuldenfalle für beteiligte Staaten werden könnten, weil sie so abhängiger werden.