„Oper auf der Couch“: Die Lebensprüfung „Zauberflöte“
Wenn heute Abend bei den Salzburger Festspielen „Die Zauberflöte“ Premiere feiert, so hat man mitunter ein Märchenspiel im Kopf. Es sei aber eine der schwersten Opern, der man nur kaum gerecht werden könne, meint der Arzt und Therapeut Georg Titscher im Teil eins der ORF.at-Serie „Die Oper auf der Couch“.
„‚Die Zauberflöte‘ handelt vom Erwachsenwerden zweier Menschen und von einem Generationenkonflikt“, erläutert Titscher in seinem Analysevideo. Die Generation der Eltern, repräsentiert von der Königin der Nacht, wolle die Jungen, Tamino und Pamina, nicht freigeben: „Doch die beiden werden die von Sarastro ausgelegten Lebensprüfungen bestehen, sie werden sich lösen - und lernen, eigenverantwortlich zu handeln, im Kant’schen Sinn, ohne dabei andere zu verletzen - eine Botschaft“, so Titscher, „die heute wichtiger denn je sei“.
„Die Zauberflöte“ aus Salzburg ist am Samstag, 4. August, zeitversetzt um 20.15 Uhr in ORF2 zu erleben. Alles zu den Festspielen und zur „Oper auf der Couch“ in ORF.at/salzburgerfestspiele18.