Puppen, Tiere und ein Automobil
Mit „Dead to Pigs“ in der Kunsthalle Wien zeigt Ydessa Hendeles ihre die erste institutionelle Retrospektive in Europa. Sie kombiniert Kunstgegenstände, kulturelle Objekte, eigene Fotografien und Drucke zu teils aufwendigen Installationen, in denen Puppen, Tiere und auch ein Automobil von Traumatisierung, Ausschluss und Gewalt erzählen.
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Ydessa Hendeles
Die titelgebende Arbeit „Death to Pigs“ (2015–2016) dreht sich ganz um das Schwein als Metapher für negative menschliche Eigenschaften und Gruppen jenseits gesellschaftlicher Normen

Ydessa Hendeles/ Foto: Robert Kezeire
Neben Artefakten zeigt Hendeles in dieser mehrteiligen Installation auch verschiedene Fotografien, etwa von der Ballkönigin Leslie Van Houten, die an den Manson-Morden beteiligt war, sowie von Orwells „Animal Farm“

Ydessa Hendeles
Detailaufnahme „From her wooden sleep…“ (2013): Die wohl beeindruckendste Installation von Hendeles versammelt 150 Puppen, darunter Gliederpuppen, Grödner-Puppen und anatomische Modelle

Ydessa Hendeles
„Crypt“ (2016) ist eine Erweiterung dieser Puppenversammlung, mit einem Schaukasten mit Kaleidoskopeffekten, den Hendeles eigens anfertigen ließ

Ydessa Hendeles/ Foto: Robert Kezeire
Rechts: Eine weitere Figur von „Crypt“, links: Die Installation „Blue Beard“ (2016), die vom Märchen „Blaubart“ inspiriert wurde, einer, wie es heißt „dunklen Geschichte über das Kräftespiel zwischen Frau und Mann“

Ydessa Hendeles
„THE BIRD THAT MADE THE BREEZE TO BLOW“ (2006–2011) zeigt als zentrales Objekt ein von Hendeles geschaffenes „Aero-Car N°500“, das alle vier Minuten seine Flügel ausfährt

Ydessa Hendeles
„Canadian Child“ (2009) ist die Arbeit, die am direktesten auf Hendeles Biografie verweist: Sie zeigt eine überdimensionierte Fahrradklingel und eine Fotografie, aufgenommen kurz vor der Emigration nach Kanada